Intelligente Pförtnerampel zur Entlastung der Köpenicker Straße

Senat und Bezirksamt dürfen die Verkehrssituation auf der Köpenicker Straße nicht weiter für den Wahlkampf mißbrauchen.

Intelligentes Verkehrsmanagement kann die Stau- und Lärmbelastung im Biesdorfer Siedlungsgebiet mindern. Durch gezielte Zuflussdosierung beispielsweise mit Hilfe einer Pförtnerampel ließe sich hier schon kurzfristig eine Verbesserung erreichen. Staus können vermieden werden und damit auch der Busverkehr ergänzt durch eine klare Bus-Vorrangschaltung (bzw. eine Busspur) beschleunigt werden.

Doch statt diese oder auch andere Lösungen voran zu bringen, verzetteln sich Bezirksamt, CDU, SPD und auch der Senat in einer sinnlosen Trassendiskussion der TVO – einem Straßenneubau der in den nächsten 5 Jahren mit Sicherheit nicht realisiert wird. Ziel dieser bürgerfeindlichen Politik ist wohl auch die nächsten Jahrzehnte mit dem Thema Wahlkampf zu machen.

Neben diesem intelligenten Verkehrsmanagement, muss sich der Bezirk endlich bei der BVG für eine Optimierung der Taktzeiten der Buslinien einsetzen. Die Köpenicker Straße braucht einen echten 10-Minuten-Takt. Damit wird der ÖPNV wieder mehr Menschen eine (echte) Alternative zum Auto!

Auch der Senat muss sich der verkehrlichenHerausforderung in Marzahn-Hellersdorf annehmen. Gerade für die Anbindung des Gerwerbegebietes Berlin-Eastside muss eine Güteranbindung über die vorhanden Schienennetze realisiert werden. Die BündnusGrüne Fraktion im Abgeordnetenhaus hat hierzu einen Antrag („Entlastung der Straßen vom Güterverkehr – Schienenlogistikkonzepte für die Berliner Gewerbegebiete entwickeln„) eingebracht. Darüber hinaus muss die Anbindung an BBI und den Wirtschaftsstandort Adlershof konsequent über den Berliner Ring erfolgen. Es ist nicht nachvollziehbar, warum dieser – wie von Senat, Bezirksamt, CDU und SPD geplant – vollständig durch das Biesdorfer Siedlungsgebiet geführt werden soll.

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5 Gedanken zu „Intelligente Pförtnerampel zur Entlastung der Köpenicker Straße

  • 19.August 2011 um 15:00
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    Wo wollen sie denn bitte die Busspur bauen, die Köpenicker Str. ist einspurig !
    Also wollen sie doch den Ausbau der Köpenicker Str. um eine Busspur zu schaffen ?
    Wie wäre es in diesem Fall mit dem Bau einer Straßenbahn ?

  • 19.August 2011 um 18:33
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    Sehr geehrter Anwohner,

    für eine Straßenbahn ist nach meinem Kenntnisstand auf der Köpenicker Straße leider kein Platz.

    Der Vorschlag die Busspur zu verlängern wurde im Rahmen des Bürgerhaushaltes gemacht (http://www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/buergerhaushalt/biesdorf/busspur-koepenicker-strasse).

    Der Aufwand hält sich in Grenzen! Und die Einfädelung auf den Einspurigen Teil kann durchaus vor der Einfahrt der Busse stattfinden. Damit entsteht der Platz für eine Verlängerung der Busspur.

    viele Grüße Stefan Ziller

  • 1.September 2011 um 17:54
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    Sehr geehrter Herr Ziller, zunächst danke für ihre schnelle Antwort auf meine Mail an Sie. Leider muss ich sagen, dass ihr Antwort alles andere als zufriedenstellend ist, da erstens, wie ich finde meine Frage nicht beantwortet wurde und zweitens die Konzeptansätze die Sie auch hier anbieten mir sehr realitätsfern erscheinen. Das mit der Busspur hieße Bauarbeiten und zusätzliche Staus. Und was soll dann mit dem Radweg geschehen? Ich kann mir außerdem nicht vorstellen wie Sie da eine Busspur hinbekommen wollen… Die Straße ist mehrere Kilometer lang einspurig. Einzig der 10 Minuten Takt für den Bus erscheint mir sinnvoll. Doch was nützt das, wenn der Bus ausgerechnet im Berufsverkehr eine halbe Stunde im Stau steckt? Es hilft nicht! Auch eine sogenannte Pförtnerampel ist höchst unvernünftig. Sie hilft schafft wiederum nur mehr Stau, nur eben an anderer Stelle. Der Umwelt kommt das auch nicht zu Gute. Letztlich habe ich den Eindruck, von Ihrer Seite gibt es leider kein praxistaugliches Konzept für eines der größten Probleme in dieser Region. Schade. Entweder es müssten sich alle Parteien ernsthaft zusammensetzen und die TVO vorantreiben oder Sie müssten sich schnell kreativere Lösungen einfallen lassen. Z.B. könnten kurzfristig Fahrrad und Fußgängerbrücken an 2 Stellen in Richtung Innenstadt gebaut werden über die Bahngleise hinweg nach Karlshorst z.B. zur Strasse am Heizhaus. Aufwand und Kosten wären vergleichsweise gering und für viele Anwohner fiele die Notwendigkeit das Auto zu nutzen weg, da die Strecke ins Zentrum damit 7 Kilometer kürzer würde. Außerdem würde damit das Wohngbiet um die Köpenicker Straße wirklich entlastet und es wäre eine wirklich umweltfreundliche Lösung. Politik muss über den Status quo hinausdenken. Wenn Sie die Interessen der Wähler vertreten wollen reicht es bei weitem nicht zu sagen, die anderen Parteien würden mit der TVO eine, ich darf Sie hier zitieren, „Phantomstrasse“ zum Wahlkampfthema machen. Es geht um reale Probleme und notfalls muss dafür etwas getan werden, der Bezirk will ja auch wirtschaftliches Wachstum und das gibt es nicht ohne vernünftige Infrastruktur. Mit freundlichen Grüßen, Sven Wendt

  • 1.September 2011 um 19:51
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    Sehr geehrter Herr Wendt,

    sie haben den Vorschlag mit der Busspur wohl falsch verstanden. Es geht dabei nur um den kleinen Teil der mehrspurig ist.

    Und ja, eine Durchflusssteuerung mit einer Pförtnerampel verlagert zunächst den Stau (aus dem Siedlungsgebiet in die mehrspurigen Straßenräume. Vorteil ist dann dass im Siedlungsgebiet der Verkehr fließen kann und eben der Bus nicht im Stau steht.

    Damit wird er – in Kombination mit einer sinnvollen Taktung – gerade im Berufsverkehr eine wirkliche Alternative zum Auto. Denn ohne den alltäglichen Stau am Morgen, kann der Bus auch pünktlich(er) fahren.

    Ich bin der Überzeugung, dass dieser Vorschlag – dessen Umsetzung schnell möglich ist – den AnwohnerInnen im Siedlungsgebiet zu Gute kommt!

    viele Grüße Stefan Ziller

  • 1.September 2011 um 21:12
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    Sehr geehrter Herr Ziller, ok ihr Argument im Zusammenhang klingt dann doch zumindest so überzeugend, dass ich es auf einen Versuch ankommen lassen würde. Ich bin skeptisch aber lasse mich in der Praxis gerne überzeugen. Zumindest wäre es auch kostengünstig und schnell realisierbar und der Erfolg/Misserfolg schnell nachvollziehbar. Ergänzt mit einem vollständigen Ausbau der vorhandenen Radwege und 2 -3 Fussgängerampeln mit Berührungsschaltern wäre es einen Versuch wert. Daher vielen Dank für den Nachtrag. Dami bin ich zufrieden, bleibt zu hoffen dass sich diese Idee nach der Wahl durchsetzen lässt.

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