Weiterentwicklung des Hauptstadtportals Berlin.de

Seit 1998 gibt es das Hauptstadtportal Berlin.de und seit dem 01.07.2021 wird es das erste Mal rein kommunal betrieben. Zuvor wurde das Portal durch Vermarktung und Werbung im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells betrieben. Wie sich das Portal weiterentwickeln soll, beantwortet ein Berichtsauftrag der Senatskanzlei (S.39) im Zuge der Haushaltsdebatte 2022/23.

Verfahrensverantwortlich ist nun die Senatskanzlei (Landesredaktion) und BerlinOnline ist für den Betrieb verantwortlich unter enger Abstimmung mit dem Land Berlin. Die aktuelle Herausforderung ist es, die Inhalte des Hauptstadtportals zu vereinheitlichen. Insgesamt gibt es drei Phasen der Transformation: Rückbau, Umbau und Ausbau/Aufbau. Die erste Phase ist seit Ende 2021 abgeschlossen.

Seit 2022 erfolgt der Umbau: “Dies betrifft insbesondere die Contentbereiche Kultur, Tourismus/Stadtmarketing, Service, Aktuelles und Stadtleben. Beim Umbau sollen dabei Inhalte z. B. neu strukturiert, mit anderem Schwerpunkt versehen oder anders verortet werden. Dabei sind auch zum Teil neue Qualitätsstandards und (gesetzliche) Vorgaben zu beachten. Zusätzlich sind für einige Contentbereiche auch bereits dezidierte Konzepte im Land vorhanden (z. B. das Tourismuskonzept der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe), die im Transformationsprozess beachtet werden müssen”.

Auch im Koalitionsvertrag findet sich das Hauptstadtportal wieder und soll zur digitalen Daseinsvorsorge beitragen.

Verwaltungsabläufe und Services sollen niedrigeschwellig sowie intuitiv sein („Lebenslagenprinzip“). Das Stadtportal berlin.de wird unter Einbezug externer Expertise neu aufgestellt – nutzerfreundlich, barrierefrei und mehrsprachig. Das Portal Mein.berlin.de wird modernisiert und um weitere Tools zur digitalen Partizipation und zivilgesellschaftliche Vernetzung erweitert. (S. 130)

Bis 2025 sind die folgende Maßnahme, laut des Berichts, für das Berlin.de geplant:

Bis Ende 2023:

  • Aufbau eines Informationssicherheits-Management-Systems (ISMS) nach BSI-Standard
  • Konzept für Integration/Sicherheit von Drittsystemen
  • Aufbau eines Datenschutz-Management-Systems (DSMS)
  • jährliche externe Barrierefreiheitsprüfung
  • Umstieg auf Imperia 11

Bis Ende 2025:

  • technische Möglichkeit für vereinheitlichte Impressen
  • Asset-Services für Bereitstellung öffentlicher Downloads
  • Kartenservice für Nutzung durch Dritte
  • Ausweitung Notfallzeit
  • Support-Wiki barrierefrei
  • mehr Schulungen

Wer sich mit den akuten Herausforderungen des Hauptstadtportals und dem Feedback aus der Zivilgesellschaft beschäftigen möchte, dem empfehle ich die Aufnahme vom Rundentisch des Bündnis Digitale Stadt Berlin – wo ich aus der Perspektive des Parlaments berichtete.

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