Stefan Ziller

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395er bleibt unverändert – weiter kein Bus vor Schule Mahlsdorf Nord

Mit der schrittweisen Eröffnung der neuen Gemeinschaftsschule in Mahlsdorf Nord wächst der Bedarf an einer guten und sicheren Anbindung mit dem öffentlichen Nahverkehr. Meine Schriftliche Anfrage an den Senat (Drucksache 19/24495) hat das Thema auf die Tagesordnung gesetzt. Doch trotz immer mehr Schüler*innen bleibt die Situation unverändert: Ein Bus, der direkt vor der Schule hält, ist vom Senat nicht vorgesehen. Für die Buslinie 395 sind demnach derzeit keinerlei Umplanungen geplant. Nach Auffassung des Senats und der BVG gilt die neue Schule als „gut erschlossen“. Taktverdichtungen seien nicht notwendig, Überlastungen gebe es zu keiner Tageszeit. Lediglich ein weiteres „Monitoring“ des Fahrgastaufkommens im Schüler*innenverkehr wird in Aussicht gestellt. Diese Einschätzung wirkt wenig weitsichtig. Die Gemeinschaftsschule Mahlsdorf Nord wird nicht auf einen Schlag, sondern schrittweise eröffnet – mit jeder neuen Klassenstufe kommen mehr Kinder hinzu. Gerade zu Schulbeginn und -ende braucht es ausreichende Kapazitäten und kurze, sichere Wege. Dass es weiterhin keine Haltestelle direkt an der Schule gibt, erschwert einen sicheren Schulweg.

Auch die Erreichbarkeit angrenzender Einrichtungen wie des Evangelischen Hospiz Haus Markus wird zwar formal als ausreichend bewertet, zeigt aber ein grundsätzliches Problem: Der Senat orientiert sich an Mindeststandards auf dem Papier, statt die tatsächliche Nutzung und die Entwicklung vor Ort ernsthaft einzubeziehen. Dabei ist klar: Eine wachsende Schule braucht eine wachsende ÖPNV-Anbindung – auch in Mahlsdorf.

Frage 1. Welche Planungen gibt es aktuell für die Buslinie 395 in Mahlsdorf Nord?

Hierzu teilt die BVG mit: „Für die Linie 395 sind derzeit keine Umplanungen vorgesehen.“

Frage 2. Welche Möglichkeiten sieht der Senat, die Anbindung an die neue Schule Mahlsdorf Nord zu verbessern?

Nach Maßgabe der Kriterien zu den Erschließungs- und Bedienungsstandards des Berliner Nahverkehrsplans (NVP) gilt die Schule Mahlsdorf Nord mittels des bestehenden Linienweges der Buslinie 395 über die Haltestellen Lemkestraße/Kieler Straße bzw. Löwestraße als gut erschlossen, so dass derzeit keine Veränderungen vorgesehen sind.
Ergänzend teilt die BVG mit: „Des Weiteren werden wir das Fahrgastaufkommen zur Gemeinschaftsschule Mahlsdorf Nord weiterhin kontinuierlich monitoren und bei auftretenden Fahrgastspitzen im Schüler*innenverkehr entsprechende Verdichtungen vorsehen.“

Frage 3. Welche Pläne für eine Taktverdichtung gibt es?

Hierzu teilt die BVG mit: „Für die Linie 395 bestehen mit dem derzeitigen Betriebsprogramm zu keiner Tageszeit
Überlastungen – demnach werden keine Taktverdichtungen als notwendig erachtet.“ Der Senat teilt diese Auffassung.

Frage 4. Gibt es weitere Linienveränderungen, die aktuell diskutiert werden (bspw. zur besseren Erreichbarkeit des Evangelischen Hospiz Haus Markus?

Nein. Nach den Kriterien der Erschließungs- und Bedienungsstandards des Berliner NVP wird u. a. auch die Erreichbarkeit des Evangelischen Hospiz Haus Markus über die Haltestellen Menzelstr. und Lemkestr./Lenbachstr. als gut beurteilt.

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