Stefan Ziller

GRÜN für Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf

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Fünf Anwendungsfälle für den Berlin Data Hub

Die Berliner Verwaltung soll befähigt werden, Daten systematisch als Entscheidungs- und Innovationsressource zu nutzen. Vor diesem Hintergrund wird der Data Hub Berlin als erste zentrale Berliner Dateninfrastruktur aufgebaut, die ein vernetztes, datenbasiertes Arbeiten ermöglicht. Bei dem Data Hub Berlin handelt es sich um eine skalierbare und modular aufgebaute Urbane Datenplattform, die mit anderen föderalen, nationalen und europäischen Datenräumen interoperabel ist (Rote Nummer 0132, Bericht 028b, S. 47).

Seit Mitte 2024 wird die Entwicklung des „Berlin Data Hub“ durch die Gruppe Smart City und Datenmanagement in der Senatskanzlei Berlin gesteuert und auf zwei Pfaden vorangetrieben. Einerseits wird im Rahmen eines Testbetriebs eine prototypische Plattforminstanz als Proof of Concept durch die Technologiestiftung Berlin (TSB) aufgebaut und entwickelt. Diese basiert auf dem Open-Source und modular aufgebauten Technologie-Stack CIVITAS CORE des Vereins Civitas Connect e.V.. Anfang Mai hat das Data Hub Team der TSB die Datenplattform erfolgreich in Betrieb genommen. Derzeit läuft die Umsetzung von fünf ersten Use Cases in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den jeweiligen Senatsverwaltungen und Bezirke. Für 2026 ist eine erneute Projektförderung für die Technologiestiftung Berlin zur Umsetzung komplexerer Use Cases geplant.

Parallel dazu beauftragte die Senatskanzlei im März 2025 einen externen Dienstleister, um ein Konzept für die Überführung des Prototyps in den Echtbetrieb und in das Berliner Landesnetz zu erarbeiten. Dabei werden die bereits in der Vergangenheit erbrachten Bemühungen des Landes zur Etablierung eines Data Hubs sowie die Ergebnisse einer im Juli 2024 durch den Bereich Smart City und Datenmanagement durchgeführten senatsweiten Bedarfs- und Anforderungsabfrage berücksichtigt. Die Finalisierung des Konzepts ist für Dezember 2025 geplant. Aus diesem Konzept werden weitere notwendige Aufgabenfelder und Meilensteine für 2026/2027 abgeleitet.

Bis Ende 2025 sollten folgende Anwendungsfälle umgesetzt sein:

  • Gesamtstädtische Lösungen für digitale Bezirksregionenprofile (SenStadt): Aufbereitung und Visualisierung der Daten erfolgt in einem digitalen Dashboard. Erste Dashboard-Entwürfe wurden den Sozialraumkoordinatoren der Bezirke vorgestellt.
  • Digitales Tool zur Erfassung von Akteuren im Sozialraum (BA Neukölln): Im Zusammenspiel zwischen eines Low-Code Formular-Tools und dem Geoportal wird die Erfassung räumlicher Daten erprobt.
  • Datengesteuertes Monitoring für Bibliotheken (BA Pankow): Die Datenablage und Datenaufbereitung sowie Datenvisualisierung soll über Grafana-Dashboard und Masterportal realisiert werden.
  • Digitale Berichterstattung zum Landesgleichstellungsgesetz (SenASGIVA): Die Daten werden in einem Dashboard visualisiert und die Datenpipeline weitestgehend automatisiert.
  • Integration eines Triple-Stores für die Speicherung von Linked-Open Data, da es im Land Berlin bislang noch keine Lösung für die Vernetzung von Daten nach dem LinkedOpen Data Prinzip gibt.

Für die Realisierung der Berliner Use Cases wurde die Datenplattform technisch weiterentwickelt, indem zusätzliche Komponenten zur Erfassung und Verarbeitung von Daten in die Urbane Datenplattform integriert wurden.

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