Stefan Ziller

GRÜN für Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf

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Service verbessern: Mit einer Flex:Unit gegen Personalmangel

Bündnis 90/Die Grünen fordern den Senat auf, den Springerpool für die Berliner Bürgerämter zu einem echten Springerpool für die funktionierende Stadt, einer Flex:Unit, weiterzuentwickeln und insbesondere große Ämter in Berlin zu unterstützen (Drucksache 19/2630). Mit dem Antrag „Verwaltung stärken, Service verbessern: Mit der Flex:Unit gegen Personalmangel“ wird der Rot-Grün-Rote Ansatz des Springerpools weiterentwickelt. Die Landeshauptstadt Kiel macht es vor mit ihrer Flex:unit und der Erfolg des Springerpools in Berlin zeigt den Bedarf.

Der Abschlussbericht zum bereits etablierten Springerpool für die Bürgerämter zeigt den Erfolg des Modells (Bericht 0176 E). Insgesamt wurden 32.619 Vorgänge durch den Springerpool in sieben verschiedenen Bezirken bearbeitet. Für Bündnis 90/Die Grünen Motivation genug den Springerpool zu einer Flex:Unit für alle Berliner Ämter weiterzuentwickeln. Wir wollen damit auch in Zeiten des Fachkräftemangels die Arbeitsfähigkeit der Sozialämter, der Jugendämter, der Wohnungsämter sowie der Gesundheitsämter verbessern. Städte wie Kiel machen es vor.

In der Corona-Pandemie musste in Kiel schnell auf Belastungsspitzen reagiert werden. Daraus ist die heutige FLEX:UNIT entstanden mit den Komponenten Sachbearbeitung, Ausfälle auf der Führungsebene (Interims-Management) und für unterjährige Projektarbeiten, wie Digitalisierungsprojekten.

Der vollständige Antrag „Verwaltung stärken, Service verbessern: Mit der Flex:Unit gegen Personalmangel“ (Drucksache 19/2630):

Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:

Der Senat wird aufgefordert, den Springerpool für die Berliner Bürgerämter zu einer echten Flex:Unit für eine funktionierende Stadt weiterzuentwickeln. Dabei soll auf entsprechende Erfahrungen der Landeshauptstadt Kiel zurückgegriffen werden.

Die Flex:Unit soll als „Flexibles Amt“ insbesondere die großen Ämter in Berlin darin unterstützen, ihre Arbeit in Zeiten von hoher Personalfluktuation und Fachkräftemangel in der notwendigen Qualität zu erbringen. Nach den Bürgerämtern soll insbesondere die Arbeitsfähigkeit der Sozialämter, der Jugendämter, der Wohnungsämter sowie der Gesundheitsämter verbessert werden. Die Flex:Unit soll dazu beitragen die teilweise gravierenden Unterschiede in den Bearbeitungszeiten von Verwaltungsdienstleistungen zwischen den Bezirken zu verringern und damit berlinweit ein vergleichbar gutes Serviceniveau zu erreichen.

Die Flex:Unit soll Personal in verschiedenen Gehalts- /Vergütungsgruppen umfassen. Bei der Gestaltung der flexiblen Beschreibungen des Arbeitskreises (BAK) kann auf die Erfahrunge in Kiel und die Muster-BAK bei der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) zurückgegriffen werden.
Die Flexi:Unit soll auch genutzt werden, um das Wissensmanagement und die Wissensweitergabe innerhalb der Verwaltung zu erweitern. Angestellten und Beamt*innen rund um den Renteneinstieg oder Ruhestand soll ein Angebot gemacht werden, ihre langjährigen beruflichen Erfahrungen in die Flex:Unit einzubringen. Durch die Mitarbeit innerhalb dieses „flexiblen Amtes“ ist es möglich, Einarbeitungsprozesse an verschiedenen Stellen in der Verwaltung zu unterstützen und flexibel zu gestalten.

Dem Abgeordnetenhaus ist erstmals zum 31. März 2026 zu berichten.

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