Wero: europäischer Bezahldienst auch für die Berliner Verwaltung?
Mit Wero etabliert sich gerade ein europäischer Bezahldienst, gefördert durch die European Payments Initiative (EPI), einer Partnerschaft europäischer Banken und Finanzinstitute. Bündnis 90/Die Grünen fordern, berlinweit das Bezahlen von Verwaltungsdienstleistungen mit dem europäischen Bezahldienst Wero vorzubereiten (Drucksache 19/2743). Aktuell ist es uneinheitlich wie Verwaltungsdienstleistungen in Berlin bezahlt werden können. Möglichkeiten sind bisher aber nur Visa-, Master- oder Giro-Kartenzahlung sowie online Paypal.
Neben der fehlenden Standardisierung fällt besonders die Abhängigkeit von nichteuropäischen Anbietern auf. Denn bisher haben wir in Europa kein eigenes gemeinsames Zahlverfahren. Der europäische Bezahldienst Wero will dies ändern. Wero startete 2025 zunächst mit der Funktion, Freunden und Familie Geld zu verschicken. Wero ist dabei keine neue App, sondern integriert sich in die bereits existierenden Banking-Apps und erlaubt, Geld zu verschicken & zu empfangen – das geht mittels Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse. Ab 2026 hat Wero angekündigt, sein Angebot auf Online-Handel und Geschäfte vor Ort auszuweiten. Das ist die perfekte Gelegenheit für Berlin als europäische Hauptstadt, eine europäische und souveräne Zahlungsmöglichkeit anzubieten.
Noch schöner wäre es, wenn du kannst in allen Berliner Ämtern und bei Behördengängen einheitlich und kontaktlos bezahlen könntest. Derzeit hängt es von den jeweiligen Bezirken und Behörden ab, welche Bezahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Das Abgeordnetenhaus wolle beschließen:
Der Senat wird aufgefordert, berlinweit das Bezahlen von Verwaltungsdienstleistungen mit dem europäischen Bezahldienst Wero zu ermöglichen. Dazu ist der Basisdienst E-Payment zu erweitern sowie die Ämtern vor Ort bspw. durch einen Rahmenvertrag und die notwendigen IT-Verfahren zu unterstützen. Ziel ist es, dass Berlin als erste europäische Hauptstadt eine europäische und souveräne Zahlungsmöglichkeit anbietet. Darüber hinaus, soll der Senat auf die Berliner Landesunternehmen einwirken, dem Beispiel zu folgen.
Dem Abgeordnetenhaus ist bis zum 1. April 2026 zu berichten.
