Ausschreibung für Fahrradparkhaus in Mahlsdorf auf dem Weg
Gute Nachrichten für Mahlsdorf. Die Ausschreibung für das Fahrradparkhaus am Bahnhof Mahlsdorf wurde inzwischen von der Infravelo gestartet. Ziel ist ein eingeschossiges Gebäude zwischen Florastraße und Hönower Straße. Nach dem Fahrradparkhaus in Schöneweide ist es das zweite öffentliche Berlins. Es soll im ersten Bauabschnitt etwa 400 Stellplätze bieten. 120 davon sollen gesichert und 20 für Lastenräder oder Kinderanhänger geeignet sein.
Nach den vielen Verzögerungen in den letzten Jahren ist das immerhin ein Hoffnungsschimmer für die Mobilitätswende in Mahlsdorf und Umgebung. Ein Baubeginn ist nun Anfang 2028 vorgesehen. Fertig soll das ganze Ende 2028 werden. Finanziert wird das Fahrradparkhaus aus dem „Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt (SIWA). Über den Projektfortschritt im Detail informiert das Infravelo-Projektlogbuch.
Ob die weiteren Ausbaustufen dann umgesetzt werden, hängt von der Evaluierung und dann aktuellen Bedarfsprüfung ab. In der zweiten Ausbaustufe ab 2029 wären ca. 300 zusätzliche Stellplätze geplant.

Hallo Herr Ziller,
ich lebe seit nunmehr 60 Jahren in Mahlsdorf und verfolge die Entwicklungen im Laufe der Zeit. Leider muss ich feststellen, dass auf Natur und Umwelt keine Rücksicht genommen wird. Zwar leben auf dem Rathausdach Bienen (?), jedoch werden immer mehr Bäume gefällt und Grundstücke gnadenlos bis an die 3-Meter-Abstände aller Seiten zugebaut. Das restliche Grün wird mit Schotter aufgefüllt – siehe viele neue “Gärten” und die 6 Grundstücke von Lidl. Lobenswert sind Neupflanzungen von Bäumen an den Straßen, jedoch mit fraghaften Sorten, wie zum Beispiel dem Gingho, der keinerlei Nutzen für die Bienen auf dem Rathausdach hat. Die Rubinien, die stattdessen in der Ridbacher Straße über Jahrzehnte standen, auch mit Trockenheit klar kamen, hatten einen wesentlich höheren ökologischen Nutzen.
Nun soll also ein Fahrradparkhaus entstehen, von Firmen erbaut, die “Umwelt”, “Klimaschutz” und “Grün” in ihrem Namen führen, doch genau dies vernichten. Der derzeit ausgewälte Bauplatz soll ein “verwildertes” Grundstück neben den den Gleisen sein. Sind Sie dort einmal an einem heißen Tag entlanggegangen oder -gefahren? Es ist eine Oase! Es ist kühl. Es ist ruhig, trotz der nahen Lage zur Hauptstraße. Es ist Lebensraum. Zwar nicht unser, jedoch von vielen Tieren, die von uns immer mehr vertrieben werden, weil sie nicht mehr wahrgenommen werden. Wenn ich Bekannten erzähle, dass dies bald zugebaut wird mit einem Fahrradparkhaus, sind alle entsetzt. Dieses kurze Stück “Wildnis” ist nämlich viel wert! Dieses Urige geht immer mehr verloren. Der Waldowpark ist auch so eine Oase. Er ist da und wird erhalten. Eine 6. Klasse der Friedrich-Schiller-Schule setzt sich dafür ein. Ein handgeschriebenes “Plakat” hängt an der Apothekentür und war für mich der Anlass, Ihnen heute zu schreiben. Es darf nicht jede unbebaute Fläche zubetoniert werden! Es wird immer heißer! Wir haben diese natürliche Kühlung und vernichten sie! Wir benötigen Schatten von großkronig werdenden Bäumen und nicht von Zierbäumen. Grundstücke dürfen nicht bis ans Äußerste bebaut werden – warum werden Bau-Gesetze nicht angepasst an die Klimaerhitzung? Wird ein altes Grundstück neu bebaut, werden sämtliche Bäume entfernt, auch die am Rande – das können wir uns nicht erlauben!
Zurück zum Fahrradparkhaus. Ich kenne eins, das steht am Bahnhof Lüneburg und wird kaum genutzt, weil es “Eintritt” kostet. Wird unseres auch kostenpflichtig? Das Bahnhofsgebäude steht offenbar leer. Umbauter Raum – alles schon da! Es ist viel ökologischer, vorhandene Gebäude neu zu nutzen, als alle Materialien neu zu produzieren und heranzuschaffen. Und sei es das Holz für die Parkhauskonstruktion. Könnte nicht auch das Dach genutzt werden oder aufgestockt – DAS wäre doch mal eine Innovation, die erstmals in Mahlsdorf ausgeführt würde – sinnvolle Umnutzung von nicht mehr Gebrauchtem! Was hier mit dem Lidlbau dem Ortsbild angetan wurde, sucht seinesgleichen. Wieviel Grün DORT schon vernichtet wurde. Leider war dies nicht aufzuhalten. Und die Asphaltfläche heizt den Ort auf. Wo parken Sie lieber? In der Sonne oder unter einem schattenspendenden Baum?
Sie sind der Grünen Partei beigetreten. Setzen Sie sich bitte weiter für das Grün in unserem Mahlsdorf ein. Es ist wichtig. Vielen Dank.
Katrin Zühlke