Bezirksregionenprofile – bald automatisch als Dashboard im Internet
Bezirksregionenprofile sind eine zentrale Grundlage der Berliner Sozialraumorientierung: Sie beschreiben für jede Bezirksregion die demografische, soziale, bauliche und infrastrukturelle Entwicklung und schaffen damit eine gemeinsame, berlinweit abgestimmte Arbeitsgrundlage für Verwaltung, Politik und Bewohnerinnen und Bewohner. Bislang werden sie in allen zwölf Bezirken einzeln und weitgehend manuell erstellt – mit erheblichem Aufwand für die zuständigen Datenkoordinationen.
Das soll sich nun ändern: Der Senat bestätigt, dass die erste Ausbaustufe eines digitalen Dashboards für die Bezirksregionenprofile aktuell in der finalen Abstimmung ist. Die Veröffentlichung ist für Ende 2026 geplant – dann sollen die Profile transparent und online einsehbar sein, statt wie bisher mühsam zusammengetragen und verstreut auf einzelnen Bezirksseiten zu liegen (Drucksache 19/26594).
Hinter dem Projekt „Digitale Bezirksregionenprofile als Dashboard“ steht der landeseigene Data Hub, betrieben von der Technologiestiftung. Seit April 2025 gibt es eine prototypische Instanz. Ziel ist es, die Kurzfassung der Bezirksregionenprofile künftig standardisiert, automatisiert und ohne Medienbrüche zu erstellen – und die Daten der Verwaltung, der Fachöffentlichkeit sowie den Bürgerinnen und Bürgern interaktiv und über Bezirksgrenzen hinweg vergleichbar zugänglich zu machen. Alle zwölf Bezirke sind in das Pilotprojekt eingebunden, fachlich verantwortlich ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.
Ein Wermutstropfen bleibt: Offene Daten sind das noch nicht. Die Quelldaten aus dem Fachverfahren PRISMA sind aktuell nicht im Open-Data-Portal verfügbar, weil PRISMA schlicht noch nicht über die technischen Schnittstellen verfügt, um seine Daten dort bereitzustellen. Eine solche Schnittstelle ist laut Senat notwendig, bevor ein direkter Datenaustausch mit dem Data Hub überhaupt möglich wird. Wann diese Schnittstelle kommt, lässt der Senat offen.
1. Was sind die konkreten Ziele des Projekts „Digitale Bezirksregionenprofile als Dashboard“ im Rahmen des Data Hub?
Seit Ende April 2025 steht die Datenplattform als prototypische Instanz zur Verfügung und wird von der Technologiestiftung im Rahmen einer Projektförderung der Senatskanzlei betrieben. Die Technologiestiftung Berlin begleitet die Pilotprojekte organisatorisch und fachlich und übernimmt wesentliche Teile der technischen Umsetzung. Die Umsetzung der Use Cases erfolgt in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den für den Use Case fachlich verantwortlichen Behörden. Die fachlich zuständige Behörde für die Digitalisierung der Bezirksregionenprofile ist die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.
Mit dem Projekt werden folgende Ziele verfolgt:
- Durch die Standardisierung, Automatisierung und medienbruchfreie Bearbeitung soll der Arbeitsaufwand bei der regelmäßigen Erstellung der Bezirksregionenprofile (BZRP) durch die Datenkoordinationen der 12 Bezirke deutlich reduziert werden. Im Rahmen der ersten Ausbaustufe des Projekts wird dies anhand der Kurzfassung der BZRP (Teil I) erprobt.
- Zentrale Datenbestände sollen der Verwaltung, Fachöffentlichkeit sowie Bürgerinnen und Bürgern transparent und verständlich zugänglich gemacht und Entwicklungen in interaktiver Form über verschiedene Räume hinweg vergleichbar werden.
- Die über den Data Hub bereitgestellten Komponenten und deren Eignung für die Visualisierung von Daten des PRISMA-Fachverfahrens sollen getestet sowie Möglichkeiten und Hürden für die automatisierte Einbindung und Fortschreibung der Datenbestände identifiziert werden.
- Die Erfahrungen und Ergebnisse der prototypischen Implementierung sollen als Grundlage für die iterative Weiterentwicklung des Dashboards dienen.
2. Was ist der aktuelle Umsetzungstand und Zeitplan des Projekts? Welche Bezirke sind aktuell als Pilotbezirke in das Projekt eingebunden?
Die erste Ausbaustufe des Projekts befindet sich aktuell in der finalen Abstimmung. Die Veröffentlichung des Dashboards ist für Ende 2026 geplant. Alle 12 Berliner Bezirke sind in das Projekt eingebunden.
3. Welche konkreten technischen Anpassungen sind am PRISMA-Fachverfahren notwendig, um einen direkten Datenaustausch mit dem Data Hub zu ermöglichen?
Um einen direkten Datenaustausch mit dem Data Hub zu ermöglichen, ist die Implementierung einer standardisierten Schnittstelle für die in PRISMA enthaltenen Daten notwendig.
4. Wird die Öffentlichkeit auf das Dashboard zugreifen können und sind die Quelldaten der im Dashbord abgebildeten Daten im OpenData-Portal zu finden?
Das Dashboard wird im Internet veröffentlicht. Die Quelldaten sind aktuell nicht im OpenData-Portal verfügbar, da das PRISMA Fachverfahren bislang nicht über die notwendigen Schnittstellen zur Bereitstellung der Daten verfügt.
