Stefan Ziller

GRÜN für Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf

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Münsterberger Weg in Kaulsdorf Mitte: wohin mit all den Autos?

Wenn Wohngebiete nachverdichtet werden, steigt unweigerlich auch das Verkehrsaufkommen – und damit der Druck auf Straßen, Gehwege und Parkplätze. Das bekommen die Anwohnerinnen und Anwohner rund um den Münsterberger Weg in Kaulsdorf seit der Bebauung des Grundstücks Münsterberger Weg 91-95 deutlich zu spüren. Versprochen wurde ein durchdachtes Verkehrskonzept. Ich habe nachgefragt, was davon bisher umgesetzt wurde – und was noch aussteht (Drucksache 19/25314).

Das Bezirksamt berichtet, dass das von der BUWAG erarbeitete Verkehrskonzept inzwischen umgesetzt wurde: Durchfahrten sind begrenzt oder gesperrt, das Quartier ist nur noch für Anwohnende und Dienstleister befahrbar.

Offen bleibt jedoch die Parkplatzsituation. Ein erstes Grobkonzept des Straßen- und Grünflächenamtes sieht rund 40 neue Parkplätze vor – die Finanzierung ist allerdings noch ungeklärt. Beim Schulweg wird das Gespräch mit dem Straßen- und Grünflächenamt gesucht, um sichere Querungsmöglichkeiten zu schaffen. Und die bereits vorgeschlagene Gehwegvorstreckung an der Planitzstraße (BVV-Drucksache 2733/IX) lässt weiter auf sich warten: Wegen der Vielzahl an Standortvorschlägen muss zunächst priorisiert werden – eine Entscheidung ist frühestens Mitte 2026 zu erwarten.

Frage 1. Wie beurteilt der Senat das Verkehrsaufkommen im Gebiet Münsterberger Weg, Myslowitzer Straße sowie Planitzstraße in Kaulsdorf, insbesondere angesichts der Nachverdichtung im Münsterberger Weg 91-95?

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin teilt hierzu mit: „Das Verkehrsaufkommen hat sich durch die Bebauung mit Wohnraum – bestehend aus 18 Reihen- und Doppelhäusern sowie sieben Mehrfamilienhäusern – erwartungsgemäß erhöht.“
Bei einer derartigen Nachverdichtung sind keine gesamtstädtischen verkehrlichen Belange betroffen.

Frage 2. Welchen Stand hat in diesem Zusammenhang die Erarbeitung des den Bürger*innen im Vorfeld zugesagten Verkehrskonzepts für die Myslowitzer und umliegende Straßen?

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin teilt hierzu mit: „Das durch die BUWAG erarbeitete Verkehrskonzept wurde umgesetzt. Es sieht vor, den ruhenden Verkehr auf dem Gelände unterirdisch zu verorten. Auch die Wünsche der Bürgerinitiative wurden berücksichtigt: Durchfahrten wurden begrenzt oder vollständig gesperrt, sodass das Quartier nur für Anwohnende und Dienstleister befahrbar ist.“

Frage 3. Welche Zusagen an die Nachbarschaft im Rahmen der Nachverdichtung im Münsterberger Weg 91-95 und des Nachbarschaftsdialoges sind noch nicht umgesetzt, sollen aber noch umgesetzt werden?

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin teilt hierzu mit: „Die Parkplatzsituation ist ein Thema, das die Nachbarschaft stark beschäftigt. Ein erstes Grobkonzept des Straßen- und Grünflächenamtes sieht die Schaffung von ca. 40 Parkplätzen vor; die Finanzierung ist jedoch noch in Klärung. Durch den geplanten Bau wird eine klarere Abgrenzung des Straßenraums sowie eine geregelte Verkehrsführung geschaffen, was für alle Verkehrsteilnehmenden von Vorteil ist. Auch zur Schulwegsproblematik werden Gespräche mit dem Straßen- und Grünflächenamt geführt, um sichere Querungen zu ermöglichen.“

Frage 4. Welche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung sind geplant, um die Verkehrssicherheit für den Fußverkehr und Fahrradfahrende im benannten Gebiet zu verbessern und für die Anwohnenden die Belastungen durch das gestiegene Verkehrsaufkommen zu reduzieren?
Frage 5. Wie ist der Stand der Prüfung der Einrichtung einer Gehwegvorstreckung für die Planitzstraße, die von der FGÜ-Runde der Senatsverwaltung erfolgen sollte (BVV-Drucksache 2733/IX)?

Die Fragen 4 und 5 werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin teilt hierzu mit:  „Aufgrund der großen Anzahl an Standortvorschlägen muss eine bedarfsorientierte Priorisierung erfolgen. Ziel ist es, eine den verfügbaren Ressourcen entsprechende, prüfbare Anzahl an Standortvorschlägen festzulegen, die dann in der AG Querungshilfen behandelt werden kann. Da dieser Prozess noch nicht abgeschlossen ist, kann voraussichtlich erst Mitte des Jahres eine Aussage getroffen werden, ob der hier genannte Standortvorschlag in diesem Jahr behandelt werden kann.“

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