Neue Hoffnung für das Theater am Park?
Seit Jahren berichte ich hier über die Sanierung des Theater am Park (TaP) in Biesdorf. Anfang dieses Jahres kam dann Bewegung in die Sache: eine überarbeitete Zielplanung für den Umbau des großen Saals, mit GRW-Mitteln finanziert und einem Gesamtbudget von 10 Millionen Euro als Zielmarke. Jetzt liegt ein neuer Sachstandsbericht der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe vor – und der zeigt: Es geht wohl voran (Rote Nr. 2860 A).
Das Gutachten zu den notwendigen Kosten und Kernmaßnahmen für den Umbau des TaP zu einer multifunktionalen touristischen Attraktion liegt inzwischen vor. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat es im April an den Senat übermittelt, die Stadtentwicklungsverwaltung hat es ausgewertet. Für die reine Baumaßnahme wird mit rund 10,6 Millionen Euro brutto kalkuliert. Anfang Juli haben sich dann Bezirksamt, Stadtentwicklungsverwaltung und das Planungsbüro bereits zusammengesetzt, um die Ergebnisse zu besprechen und das weitere Vorgehen abzustimmen.
Eine Förderung über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW) ist weiter möglich: mit einem Fördersatz von voraussichtlich 60 Prozent und bis zu 10 Millionen Euro GRW-Mitteln für den notwendigen Ausbau der touristischen Infrastruktur. Aktuell werden im Bezirksamt noch die letzten baurechtlichen Detailfragen sowie die bezirkliche Kofinanzierung geklärt.
Positiv: Nach Jahren mit vagen Verweisen auf ein fehlendes Konzept, gibt es jetzt belastbare Zahlen, ein abgeschlossenes Gutachten und konkrete Abstimmungstermine zwischen allen Beteiligten. Das ist genau der Fortschritt, für den sich der Verein TaP e.V. und viele Nachbarinnen und Nachbarn seit langem einsetzen. Ich verbinde damit die Hoffnung, dass aus der Zielplanung bald ein verbindlicher Zeitplan wird. Das TaP hat es verdient.
