Neues Jahr – neues Konzept für das Theater am Park in Biesdorf?
Die Sanierung des Theater am Park in Biesdorf kommt einfach nicht voran. Viele Jahre nach den ersten Anträgen auf Sanierung bleibt die dringend benötigte Modernisierung ein Versprechen, das bislang nicht erfüllt wird. Dabei weist das Theater am Park einen massiven Sanierungsstau und technische Überalterung auf. Die technische Lebensdauer großer Teile der Innenausstattung ist längst überschritten. Erforderlich sind eine grundlegende Erneuerung der Haustechnik, brandschutzrechtliche Anpassungen und eine Modernisierung der Veranstaltungsräume. Besonders besorgniserregend sind fortschreitende Korrosionsschäder an der Außenhülle, die die Bausubstanz erheblich beeinträchtigen. Der Zustand ist so schlecht, dass der Senat selbst warnt: Sollte eine umfassende Sanierung mittelfristig nicht realisierbar sein, ist ein dauerhafter Weiterbetrieb voraussichtlich nicht aufrechtzuerhalten (Drucksache 19/24911). Ohne zeitnahe Perspektive droht langfristig die Schließung des Objektes, um die Sicherheit gewährleisten zu können.
Ende des Jahres 2025 wurde immerhin aus GRW-Mitteln eine Überarbeitung der Zielplanung zu Umbau- und Sanierungsarbeiten des Theaters am Park (TaP) in Auftrag gegeben. Das Budget ist klar: 10 Millionen Euro stehen zur Verfügung, um Sanierung und Umbau des Mittelteils mit dem großen Saal und weiterer Gebäudeteile zu realisieren. Das Problem: dem Senat fehlt “ein schlüssiges Gesamtkonzept für die zukünftige Nutzung, die Betriebsführung und die Finanzierung”. Diese Antwort ist so präzise wie lähmend. Der große Saal wird bereits seit über 20 Jahren nicht mehr genutzt.
Das Theater am Park funktioniert nur noch, weil es den Verein TaP e.V. gibt. Jahrelange, große Engagement des Vereins hat verhindert, dass das Haus vollständig geschlossen wurde. Der Verein bespielt das Haus als Mieter, war bei allen Planungsschritten eingebunden und hat ein vollständiges Nutzungskonzept entwickelt – ein multifunktionales Veranstaltungszentrum mit touristischer Theaterfunktion ist die Vision.
Das Theater am Park ist mehr als nur ein Gebäude. Es ist ein Ort für Tanz, Kultur und Veranstaltungen in Biesdorf. Die Nachbarschaft wartet. Der Verein wartet. Die Künstler warten. Berlin braucht Kultur im Osten – nicht nur auf dem Papier, sondern in realen Häusern.
1. Wie ist der aktuelle Stand der Planungen für die Sanierung des Theater am Park in Biesdorf?
Ende des Jahres 2025 wurde aus GRW-Mitteln eine Überarbeitung der Zielplanung zu Umbau- und Sanierungsarbeiten des Theaters am Park (TaP) in Auftrag gegeben. Ziel des Auftrags ist es, die bestehende Zielplanung so zu überarbeiten, dass die Sanierung und der Umbau des Mittelteils (großer Saal) sowie ggf. weiterer Gebäudeteile innerhalb des festgelegten Gesamtbudgets von 10 Mio. € realisiert werden können. Grundlage dieser Zielplanung ist die bestehende Bedarfsvorgabe, die ein multifunktionales Veranstaltungszentrum mit touristischer Theaterfunktion im zentralen Saal vorsieht. Erst nach Vorlage der Ergebnisse dieser Überarbeitung können Aussagen zu den weiteren, vertiefenden Planungen getroffen werden.
Das Bezirksamt unterstützt die bürgernahen Kulturangebote des TaP e.V. weiterhin ausdrücklich. Eine fundierte und wirtschaftlich untersetzte Sanierungsplanung setzt jedoch ein tragfähiges, zukunftsorientiertes Nutzungskonzept voraus, dessen finale Klärung derzeit noch aussteht. Ohne diese konzeptionelle Grundlage können weiterführende bauliche Planungen aktuell nicht vorgenommen werden.
2. Gibt es inzwischen ein tragfähiges Konzept für die Aquise von Fördermitteln (GWR oder andere)?
Siehe Antwort zu Frage 1.
3. Wie ist das bauliche Zustand zu bewerten und drohen Einschränkungen der Nutzung, wenn die Sanierung weiter auf die lange Bank geschoben wird?
Das Theater am Park weist einen massiven Sanierungsstau sowie eine technische Überalterung auf. Die durchgeführten Untersuchungen bescheinigen, dass die technische Lebensdauer großer Teile der Innenausstattung überschritten ist. Erforderlich sind u. a. eine grundlegende Erneuerung der Haustechnik, brandschutzrechtliche Anpassungen und eine umfassende Modernisierung der Veranstaltungsräume. Hinzu kommen konstruktive Eingriffe wie das Entkernen des Nordflügels, der Abriss und Neubau des Südflügels sowie eine Dachsanierung, um den Betrieb langfristig und wirtschaftlich sichern zu können.
Der bauliche Zustand des Gebäudes ist insgesamt besorgniserregend, die Zukunftsfähigkeit aus wirtschaftlicher und technischer Sicht kritisch zu bewerten. Insbesondere fortschreitende Korrosionsschäden an der Außenhülle beeinträchtigen die Bausubstanz erheblich. Sollte eine umfassende Sanierung mittelfristig nicht realisierbar sein, ist ein dauerhafter Weiterbetrieb voraussichtlich nicht aufrechtzuerhalten. Ohne eine zeitnahe Perspektive für eine Grundinstandsetzung droht langfristig die Schließung des Objektes, um die Sicherheit gewährleisten zu können.
