Keine Erhöhung des Renteneinstiegalters!

Die Vorschläge der designierten Kanzlerin Merkel zur Erhöhung des Renteneinstiegalters lehne ich ab. In Zeiten von 5 Millionen Erwerbslosen die Menschen nun auch noch länger arbeiten zu lassen ist ein falsches Zeichen. Wir brauchen eine Diskussion um eine gerechtere Verteilung von Arbeit. Nicht nur Wochen- sondern auch Lebensarbeitszeit.

Wenn es in den nächsten Jahren offensichtlich keine Vollbeschäftigung, wie vielleicht in der Vergangenheit der Fall, ist eine Diskussion um längeres Arbeiten überflüssig. Die entscheidende Frage ist, wie wir unsere Sozialsysteme in Zeiten von hoher Produktivität und hoher Gewinne großer Unternehmen, aber sinkender Lohnarbeit finanzieren. Das kann über die Besteuerung von Produktivität und Gewinnen aber auch über Konsumsteuern geschehen. Darüber sollten wir diskutieren, um auch zukünftigen Generationen finanzpolitische Spielräume zu ermöglichen. Die Vorschläge der designierten Kanzlerin sind von vorgestern und taugen nicht nachhaltig zur Lösung unserer Finanzprobleme.

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Aktionstag gegen Ausbeutung in der Ausbildung

2aktionstagberlin20.jpgAm Dienstag den 6.9 hatte die Grüne Jugend aufgerufen zum bundesweiten Aktionstag gegen Ausbeutung in der Ausbildung.
Damit wollten wir auf die zunehmende Zahl der Missstände in Ausbildung und Praktikum aufmerksam machen, bei denen junge Menschen oft keine wirkliche Ausbildung erhalten, sondern stattdessen reguläre Arbeit zu geringsten Löhnen erledigen müssen.

2aktionstagberlin3.jpgEbenso befinden sich ausgebildete Akademiker manchmal jahrelang in Praktikas, in der Hoffnung auf eine Festanstellung.
Alles weitere zu dem Thema findet ihr auf www.gruene.jugend.de.
Die Grüne Jugend Berlin zellebrierte den Aktionstag auf dem Herrmannplatz in Neukölln.

Unsere Auszubildenden im Sträflingsanzug erzeugten einiges an Aufsehen, obwohl ihr Angebot zum Schuhe putzen nur selten genutzt wurde.

ausbeutung2005aktionstag.jpgIn der ersten Zeit leistete uns auch noch Sybill Klotz, Neuköllner Direktkandidaten der Grünen, Gesellschaft.
Die Sybill-Klotz-Flyer ließen sich am besten verteilen und gingen weg wie warme Semmel. So keimte in uns die Hoffnung, dass doch nicht etwa Bankenskandal-Dipgen dieses Direktmandat holt.
Drei Stunden lang standen wir an diesem zentralen Platz Neuköllns, an dem vom ausländerfeindlichen Rechtsextremen bis zum ökofeindlichen Linksradikalen alles vorlief.
Schade war nur, dass das angekündigte Fernsehteam von Polylux doch nicht vorbeikam.
Selber Schuld, unser buntes Bildmaterial hätte die Sendung sicherlich bereichert.

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