Der digitale Wohngeldantrag kommt nach dem Sommer

Die Beantragung von Wohngeld ist eine der TOP-100-Dienstleistungen im Land Berlin. Ende des letzten Jahres hat der Senat angekündigt, dass der Antrag bald digital und medienbruchfreie über das Berliner Service-Portal gestellt werden kann. Auf meine Anfrage wurde dies nun für das Ende des III. Quartals angekündigt (Drucksache 18/23406).

In der vergangen Zeit sorgte die Komplexität des beantragens von Wohngeld noch für Probleme: der Antrag besteht aus zwei einzelnen Anträgen: dem für Mietzuschussund dem für Lastenzuschuss. Das Hauptproblem, den eingereichten Antrag über die Schnittstelle „Basisdienst Digitaler Antrag“ an die Verwaltungsbeamt*innen zu übermitteln, wurden mittlerweile gelöst. Jetzt steht die konkrete programmtechnische Umsetzung des des Projektes an.

Im Anschluss steht der digitalen Beantragung von Wohngeld in Berlin nichts mehr im Wege.

Frage 1: Wann rechnet der Senat mit dem Start der medienbruchfreien Wohngeldbeantragung über das Berliner Serviceportal?

Nach derzeitiger Planung soll die medienbruchfreie Wohngeldbeantragung über das Berliner Serviceportal Ende des III. Quartals starten.

Frage 2: Welche offenen Fragen (rechtlich, organisatorisch und technisch) sind für eine Umsetzung eines digitalen Wohngeldantrags über das SKB noch zu klären und wo liegen die Herausforderungen

Vorangestellt sei, dass es sich beim Wohngeldantrag um einen sehr komplexen Antrag handelt, in dem viele Details zum beantragenden Haushalt, zu den Einkommensverhältnissen und zur Wohnraumnutzung abgefragt werden. Hinzu kommt, dass es sich beim Wohngeldantrag faktisch um zwei Anträge handelt, dem Mietzuschuss und dem Lastenzuschuss, in denen zwar ein Großteil der abgefragten Informationen identisch sind, aber insbesondere zur Wohnraumnutzung, zur Miete bzw. Belastung, sich auch deutlich unterscheiden.

Der Entscheidungsprozess, mit welcher technischen Lösung die digitalen Anträge aus der virtuellen Poststelle des Basisdienstes Digitaler Antrag abzuholen, zu transformieren und über die Schnittstelle in das Fachverfahren zu übernehmen sind, hat einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen. Mittlerweile sind die technischen Voraussetzungen geschaffen worden und stehen zur Verfügung.

Eine wesentliche technische Frage, die in den letzten Wochen in intensiver Abstimmung aller Beteiligten geklärt werden musste, war, wie die Transformation der Angaben aus dem elektronischen Antrag in die Schnittstelle des Wohngeldfachverfahrens im Detail auszusehen hat, so dass die Sachbearbeitung der bezirklichen Wohnungsämter die Angaben in ihrem Fachverfahren auch an den richtigen Stellen finden. Die Abstimmung ist in der 20. KW abgeschlossen worden. Die Ergebnisse müssen jetzt nachfolgend programmtechnisch umgesetzt und intensiv getestet werden. Dafür muss ein ausreichender Zeitraum eingeplant werden.

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