Stefan Ziller

GRÜN für Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf

Marzahn – Hellersdorf

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Baumschutz Bildung Hellersdorf Klimaschutz Marzahn - Hellersdorf Stadtentwicklung 

Vom Schulneubau Auerbacher Ring zur „Laborschule Hellersdorf”

Mitte Juli erfolgte der Spatenstich für den Schul-Campus Auerbacher Ring: Auf dem Gelände zwischen Carola-Neher-Straße, Maxie-Wander-Straße, Klingenthaler Straße und Auerbacher Ring entsteht eine 4+3-zügige Integrierte Sekundarschule mit Sporthalle für 625 Schüler*innen, ergänzt um einen Modularen Ergänzungsbau (MEB) für eine Grundschule. Gebaut wird – bereits die siebte ihrer Art in Berlin – als Holz-Compartmentschule (HOCOMP) mit Photovoltaik, Gründächern und hybrider Lüftung, Gesamtkosten rund 70 Millionen Euro. Laut Bezirksamt soll die Schule zum Schuljahr 2028/2029 in Nutzung gehen. Der Weg dahin war nicht unumstritten: Für den Bau wurden rund 60 Bäume auf der Grünfläche gefällt, wie ich bereits kritisch begleitet habe.

Der Bau schreitet also voran – Zeit, sich um die Inhalte zu kümmern. Seit einiger Zeit wird in Hellersdorf über eine „Laborschule” am Auerbacher Ring diskutiert – ein Modell, bei dem eine staatliche Schule eng mit Hochschulen kooperiert, Theorie und Praxis verzahnt und dabei Bildungsgerechtigkeit und Demokratiebildung in den Mittelpunkt stellt, nach dem Vorbild der 1974 gegründeten Laborschule Bielefeld. Erprobt wird die Idee für Hellersdorf bereits im „Klassenzimmer der Zukunft” an der Maxie-Wander-Straße, direkt neben dem Baugrundstück. Meine aktuelle Anfrage zeigt: Eine Umsetzung ist möglich – aber der Zeitplan wird eng (Drucksache 19/26870).

Die Antwort des Senats macht deutlich, dass seit Mai 2025 fünf Abstimmungstreffen zwischen Alice-Salomon-Hochschule (ASH), Humboldt-Universität, TU Berlin, UdK, Jugendamt und Landeselternausschuss stattgefunden haben und alle Beteiligten „sehr interessiert” an einer konkreten Kooperation sind. Die entscheidende Weichenstellung soll bis Ende 2026 in einem Planungsgespräch zwischen den Hochschulen erfolgen. Getragen wird die Idee vom Forschungsprojekt „Campus Transferale” der ASH, das von Bund und Land im Rahmen der Förderlinie „Innovative Hochschule” finanziert wird.

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Biesdorf Bildung Marzahn - Hellersdorf Stadtentwicklung 

Neue Hoffnung für das Theater am Park?

Seit Jahren berichte ich hier über die Sanierung des Theater am Park (TaP) in Biesdorf. Anfang dieses Jahres kam dann Bewegung in die Sache: eine überarbeitete Zielplanung für den Umbau des großen Saals, mit GRW-Mitteln finanziert und einem Gesamtbudget von 10 Millionen Euro als Zielmarke. Jetzt liegt ein neuer Sachstandsbericht der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe vor – und der zeigt: Es geht wohl voran (Rote Nr. 2860 A).

Das Gutachten zu den notwendigen Kosten und Kernmaßnahmen für den Umbau des TaP zu einer multifunktionalen touristischen Attraktion liegt inzwischen vor. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat es im April an den Senat übermittelt, die Stadtentwicklungsverwaltung hat es ausgewertet. Für die reine Baumaßnahme wird mit rund 10,6 Millionen Euro brutto kalkuliert. Anfang Juli haben sich dann Bezirksamt, Stadtentwicklungsverwaltung und das Planungsbüro bereits zusammengesetzt, um die Ergebnisse zu besprechen und das weitere Vorgehen abzustimmen.

Eine Förderung über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW) ist weiter möglich: mit einem Fördersatz von voraussichtlich 60 Prozent und bis zu 10 Millionen Euro GRW-Mitteln für den notwendigen Ausbau der touristischen Infrastruktur. Aktuell werden im Bezirksamt noch die letzten baurechtlichen Detailfragen sowie die bezirkliche Kofinanzierung geklärt.

Positiv: Nach Jahren mit vagen Verweisen auf ein fehlendes Konzept, gibt es jetzt belastbare Zahlen, ein abgeschlossenes Gutachten und konkrete Abstimmungstermine zwischen allen Beteiligten. Das ist genau der Fortschritt, für den sich der Verein TaP e.V. und viele Nachbarinnen und Nachbarn seit langem einsetzen. Ich verbinde damit die Hoffnung, dass aus der Zielplanung bald ein verbindlicher Zeitplan wird. Das TaP hat es verdient.

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Jugend Mahlsdorf Marzahn - Hellersdorf Stadtentwicklung 

Grundsteinlegung für Jugendfreizeiteinrichtung Landsberger Straße

Nachdem im Frühjahr die neue Gemeinschaftsschule in Mahlsdorf eröffnet wurde, haben im Sommer 2026 auch die Bauarbeiten für die geplante Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) an der Landsberger Straße begonnen. Die neue JFE soll Platz für bis zu 199 Besucher*innen bieten und wäre damit eine spürbare Entlastung für den Bezirk, der dringend zusätzliche Jugendinfrastruktur benötigt. Der Bau soll nach aktuellem Zeitplan im zweiten Quartal 2028 fertiggestellt sein.

Das Angebot in der Landsberger Straße richtet sich künftig an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 27 Jahren. Geplant ist ein offenes Angebot, das zunächst mit kultureller Bildung, Theaterprojekten und einem musikalischen Schwerpunkt starten soll. Hinzu kommen sportliche Aktivitäten sowie ein Medienkompetenzzentrum.

Erfreulich ist, dass es nun endlich losgeht – wenn auch mit erheblicher Verzögerung: Die Planungen reichen tatsächlich schon Jahre zurück: Bereits 2021 war der Bau in der Investitionsplanung berücksichtigt. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch, unter anderem weil der Bau der Gemeinschaftsschule auf demselben Gelände Vorrang hatte. Im Jahr 2025 stoppte der Bezirk das Projekt dann kurzfristig erneut – bevor es nun, mit erheblicher Verzögerung, endlich losgehen konnte.

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Jugend Mahlsdorf Marzahn - Hellersdorf Soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung Stadtentwicklung 

Bürgerhaus für Mahlsdorf: Jetzt die “Roller”-Chance nutzen!

Gibt es nach Jahren des Stillstands endlich eine kleine Chance für ein Bürgerhaus für Mahlsdorf? Am Roller-Areal an der B1 hat das Bezirksamt mit dem Bebauungsplan 10-135 den Startschuss für ein großes Stadtentwicklungsprojekt gegeben. Im Zentrum der Planungen an der Hönower Straße steht die Erweiterung der Stadtteilbibliothek Mahlsdorf auf rund 1.050 Quadratmeter – heute stehen ihr rund 260 Quadratmeter Ausleihfläche zur Verfügung. Eine größere Bibliothek allein ist noch kein Bürgerhaus, aber sie kann, richtig geplant, zum Herzstück eines echten Treffpunkts für Mahlsdorf werden. Das Verfahren steht noch ganz am Anfang, deshalb ist jetzt der richtige Moment, sich einzumischen, damit die Bürgerhaus-Frage von Anfang an mitgedacht wird.

Denn seit vielen Jahren wünschen sich die Menschen in Mahlsdorf-Süd ein eigenes Bürgerhaus – einen Treffpunkt für Jugendweihen, Kulturveranstaltungen, Vereine, soziale Begegnungen und Familienfeiern. Ich habe an dieser Stelle immer wieder über den Stand berichtet, zuletzt Anfang Juni: „Bürgerhaus für Mahlsdorf-Süd: Weiterhin keine Lösung in Sicht“. Bereits 2025 musste ich feststellen, dass beim ursprünglich vorgesehenen Standort Parler Feld nichts vorangeht: Das Bebauungsplanverfahren 10-80b läuft zwar formal weiter, konkret ist aber „bisher nix“ passiert („Mahlsdorf – wie weiter mit Bürgerhaus, Bibliothek und Jugendeinrichtung“). Wer sich erinnert: 2018 war das „Bürgerstübchen“ mit seinen 40 Quadratmetern nur eine Notlösung.

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Mahlsdorf Marzahn - Hellersdorf Mobilität Stadtentwicklung 

Senat vertröstet Mahlsdorf mit Prüfaufträgen statt sicheren Querungen über den Hultschiner Damm und die Hönower Straße

Wer den Hultschiner Damm und die Hönower Straße kennt, weiß: Hier rollen jeden Tag viele Tausend Autos, gleichzeitig fehlen entlang beider Straßen ausreichend sichere Querungsmöglichkeiten für Fußgängerinnen und Fußgänger. Besonders problematisch ist das für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen. Die Antworten auf meine Anfrage (Drucksache 19/26625) zeigen: Mit einer CDU-Verkehrssenatorin wird sich auch in den nächsten Jahren nur wenig ändern. Statt konkreter Maßnahmen verweist die Verkehrsverwaltung auf bestehende Ampeln, laufende Prüfungen und langfristige Planungen.

Besonders bemerkenswert ist die Begründung des Senats: Aufgrund der geraden Straßenführung seien Hultschiner Damm und Hönower Straße gut einsehbar, außerdem ergäben sich durch die vorhandenen Ampeln immer wieder Lücken im Verkehrsfluss, die ein Überqueren der Straßen ermöglichten. Wer die Situation vor Ort kennt, weiß, wie lebensfremd diese Einschätzung ist. Für Kinder, Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit Beeinträchtigungen sind solche Verkehrslücken keine sichere Querungsmöglichkeit.

Die Antwort zeigt ein Grundproblem der Berliner Verkehrspolitik: Die Probleme sind bekannt, gehandelt wird aber erst irgendwann in der Zukunft. Wer heute zu Fuß unterwegs ist, kann sich von Prüfaufträgen und Planungen nichts kaufen. Wer den Umweltverbund stärken will, muss dafür sorgen, dass Menschen sicher zu Bus und Straßenbahn gelangen. Sichere Querungen sind keine Nebensache, sondern eine Grundvoraussetzung für eine moderne und gerechte Verkehrspolitik.

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Kaulsdorf Klimaschutz Marzahn - Hellersdorf Stadtentwicklung Umwelt und Naturschutz 

Hitzeschutz am S Kaulsdorf: Schatten bleibt Zukunftsmusik

Wer am S-Bahnhof Kaulsdorf auf den Bus wartet, sucht bei Hitze weiterhin vergeblich nach Schatten und Trinkwasser. Die Antwort des Senats auf meine Anfrage (Drucksache 19/26595) zeigt: Zusätzliche Bäume an der Buswendeschleife sind laut Bezirksamt aus Platzgründen nicht möglich, zu einem Trinkwasserspender liegen keinerlei Vorplanungen vor, und ob die von der BVG geprüfte Beschattung der Wartehallen tatsächlich kommt, ist weiter offen.

Bereits 2024 hatte ich darauf hingewiesen, dass dem Vorplatz am S Kaulsdorf ein Baum als Schattenspender fehlt. Die aktuelle Antwort bestätigt das Problem, statt es zu lösen: Das Straßen- und Grünflächenamt Marzahn-Hellersdorf hat mögliche neue Baumstandorte rund um die Buswendeschleife geprüft – mit negativem Ergebnis. Die Verkehrsflächen seien zu eng bemessen, weil dort Individualverkehr, BVG-Linienverkehr, Taxen und umsteigende Fußgänger:innen aufeinandertreffen. Auch zwei Bäume vor der Heinrich-Grüber-Straße 8, die schon im Jungbaumstadium eingegangen waren, gelten laut Bezirksamt als ungeeigneter Standort für eine Nachpflanzung.

Immerhin tut sich an anderer Stelle im Bezirk etwas: Der Bürgerrat Marzahn-Nord hat konkrete Hitzeschutz-Maßnahmen erarbeitet, für die bereits Geld bereitsteht. Am Kaulsdorfer Bahnhof bleibt es dagegen bei Prüfungen und Absichtserklärungen.

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Biesdorf Marzahn - Hellersdorf Mobilität Stadtentwicklung 

U Elsterwerdaer Platz: Fassadensanierung soll im Sommer 2026 fertig werden – Dach erst im Herbst

Seit 2023 wird am U-Bahnhof Elsterwerdaer Platz saniert. Eine aktuelle Anfrage meines Kollegen Johannes Martin (Drucksache 19/26171) gibt jetzt Antworten der BVG dazu – und die Botschaft vorweg: Die Fassade soll im Sommer 2026 fertig werden, das Dach im Herbst 2026, beides weiterhin unter Vorbehalt.

Der Bahnhof beschäftigt mich schon lange. 2011 ging es im Bürgerhaushalt Biesdorf um einen defekten Regenwasserablauf, durch den Wasser in die Fassade eindrang; eine Sanierung wurde „im Herbst” versprochen. 2017 gab es vor der IGA nur frische Malerarbeiten, der Zustand wurde von der BVG damals noch als „insgesamt gut” mit „kleinen Durchfeuchtungsschäden” beschrieben – eine Grundinstandsetzung sei nicht nötig. Daraus wurde inzwischen ein Sanierungsfall, der seit 2023 läuft und noch bis mindestens Herbst 2026 dauert.

Laut BVG wurden bisher die Trogsanierung an Gleis 1 und 2, taktile Leitsysteme für die Barrierefreiheit, die laufende Fassadensanierung sowie die Sicherung des Brückenkopfes umgesetzt. Die lange Dauer der Fassadensanierung erklärt die BVG mit einem größeren Schadensbild als erwartet, nötigen Farbuntersuchungen, Wetterabhängigkeit und Wechselwirkungen mit der Trogsanierung – zusätzlich habe eine Baustelle der Wasserbetriebe den Bauablauf zeitweise ausgebremst. Als Nächstes wird die erste Fassadenseite an Gleis 2 fertig, die zweite folgt im Laufe des Sommers. Parallel startet die Vorbereitung der Dachsanierung mit einem Gerüst an Gleis 1. Angestrebt werden Fassade bis Sommer 2026 und Dach bis Herbst 2026 – unter Vorbehalt von Wetter, Abstimmungen mit Dritten und möglichen weiteren Überraschungen im Bestand.

Es bewegt sich also etwas – endlich. Aber verlässliche Termine bei der BVG bleiben eher Ziele als Zusagen.

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Kaulsdorf Marzahn - Hellersdorf Mobilität Stadtentwicklung 

Neubau der Chemnitzer Straße: Baubeginn frühestens 2029/2030

Der Neubau der Chemnitzer Straße in Kaulsdorf wird schon seit vielen Jahren angekündigt und immer wieder verschoben. Nach dem Sanierungs-Stopp im Januar 2024 stand nur noch fest, dass sich das Bezirksamt auf die reine Straßenunterhaltungspflicht zurückzieht – kleinere Reparaturen statt eines echten Neubaus. Ich habe deshalb erneut nachgefragt, wie es um die Planungen steht (Drucksache 19/26204).

Nach aktuellem Stand ist mit einem Baubeginn frühestens in den Jahren 2029/2030 zu rechnen. Bislang liegt lediglich eine Vermessung vor, weitere Planungen wurden noch nicht durchgeführt. Immerhin liefert die Antwort erstmals wieder ein klareres Bild davon, was der Neubau umfassen soll. Zeitlich ist das Vorhaben weiter in eine ferne Zukunft verschoben wordeb. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wenigstens die Sicherheitsprobleme – etwa fehlende Querungsmöglichkeiten – nicht erst mit dem großen Neubau, sondern deutlich früher angegangen werden.

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Hellersdorf Klimaschutz Marzahn Marzahn - Hellersdorf Umwelt und Naturschutz 

Klimaanpassung vertagt: Schulhof-Sanierungen verzögern sich

Statt wie angekündigt 2027 zu starten, verschieben sich die Sanierungen der Schulhöfe und Außenanlagen an sieben Schulen in Marzahn-Hellersdorf auf 2028 oder sogar 2029 (Drucksache 19/26323). Die im Schulbaufahrplan versprochene Klimaanpassung der Schulhöfe – mit Entsiegelung, Beschattung und Regenwassermanagement – lässt damit weiter auf sich warten. Als Grund nennt der Bezirk fehlende Mittel in der bezirklichen Investitionsplanung sowie fehlende Kapazitäten der Baudienststelle.

Es reicht nicht, Klimaanpassung in Schulbauplänen anzukündigen. Wenn Bezirke wie Marzahn-Hellersdorf strukturell weder die Mittel noch das Personal haben, um klimaangepasste Schulhöfe rechtzeitig umzusetzen, muss der Senat hier nachsteuern – sonst bleibt Klimaanpassung an Schulen ein Lippenbekenntnis. Das ist angesichts immer heißerer Sommer keine gute Entwicklung für die Gesundheit der Schülerinnen und Schüler.

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