Vom Schulneubau Auerbacher Ring zur „Laborschule Hellersdorf”
Mitte Juli erfolgte der Spatenstich für den Schul-Campus Auerbacher Ring: Auf dem Gelände zwischen Carola-Neher-Straße, Maxie-Wander-Straße, Klingenthaler Straße und Auerbacher Ring entsteht eine 4+3-zügige Integrierte Sekundarschule mit Sporthalle für 625 Schüler*innen, ergänzt um einen Modularen Ergänzungsbau (MEB) für eine Grundschule. Gebaut wird – bereits die siebte ihrer Art in Berlin – als Holz-Compartmentschule (HOCOMP) mit Photovoltaik, Gründächern und hybrider Lüftung, Gesamtkosten rund 70 Millionen Euro. Laut Bezirksamt soll die Schule zum Schuljahr 2028/2029 in Nutzung gehen. Der Weg dahin war nicht unumstritten: Für den Bau wurden rund 60 Bäume auf der Grünfläche gefällt, wie ich bereits kritisch begleitet habe.
Der Bau schreitet also voran – Zeit, sich um die Inhalte zu kümmern. Seit einiger Zeit wird in Hellersdorf über eine „Laborschule” am Auerbacher Ring diskutiert – ein Modell, bei dem eine staatliche Schule eng mit Hochschulen kooperiert, Theorie und Praxis verzahnt und dabei Bildungsgerechtigkeit und Demokratiebildung in den Mittelpunkt stellt, nach dem Vorbild der 1974 gegründeten Laborschule Bielefeld. Erprobt wird die Idee für Hellersdorf bereits im „Klassenzimmer der Zukunft” an der Maxie-Wander-Straße, direkt neben dem Baugrundstück. Meine aktuelle Anfrage zeigt: Eine Umsetzung ist möglich – aber der Zeitplan wird eng (Drucksache 19/26870).
Die Antwort des Senats macht deutlich, dass seit Mai 2025 fünf Abstimmungstreffen zwischen Alice-Salomon-Hochschule (ASH), Humboldt-Universität, TU Berlin, UdK, Jugendamt und Landeselternausschuss stattgefunden haben und alle Beteiligten „sehr interessiert” an einer konkreten Kooperation sind. Die entscheidende Weichenstellung soll bis Ende 2026 in einem Planungsgespräch zwischen den Hochschulen erfolgen. Getragen wird die Idee vom Forschungsprojekt „Campus Transferale” der ASH, das von Bund und Land im Rahmen der Förderlinie „Innovative Hochschule” finanziert wird.
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