Stefan Ziller

GRÜN für Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf

Herzlich Willkommen

Als Abgeordneter aus Marzahn-Hellersdorf setze ich mich für die Digitalisierung der Berliner Verwaltung, leistungsfähige Bezirksverwaltungen, Klimaschutz, eine gerechte Sozialpolitik sowie eine zeitgemäße Mobilitätspolitik ein.

Ich engagiere mich dazu im Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf sowie im Netzwerk Grundeinkommen für ein Grundeinkommen.

Auf dieser Website informiere ich über meine politische Arbeit. Gerne lade ich Sie ein, mit mir und meinem Team ins Gespräch zu kommen.

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Abgeordnetenhaus Berlin Bits & Berlin IT‑Sicherheit Netzpolitik & Digitalisierung Open Source Verwaltung 

Bits & Berlin – Newsletter – 9/2026

Liebe Leserinnen und Leser,

kaum ist die Sommerpause vorbei, hat Berlin den schwersten Cyberangriff seiner Geschichte zu verkraften – und die aktuelle Ausgabe von bits & Berlin nimmt genau das in den Blick: den ungenügenden Umgang des Schwarz-Roten Senats mit der Attacke und die fehlenden Fortschritte bei der Digitalisierung der Berliner Verwaltung.

Dazu geht es um die gescheiterte Zentralisierung der Berliner IKT-Infrastruktur und das Preis-Benchmarking des ITDZ, die seit Jahren verschleppte Einführung von Low-Code, die fehlende Kennzeichnung nachhaltiger Hardware im ITDZ-Webshop und die Frage, warum ALLRIS Bürger*innen den einfachen Zugang über Suchmaschinen verwehrt.

Was es aus unserer Sicht jetzt braucht, steht nicht zufällig auch in unserem Wahlprogramm zur Abgeordnetenhauswahl: klare Zuständigkeiten zwischen Digitalisierungsverwaltung, Senat und ITDZ, damit Betrieb, Sicherheit, Support und Beschaffung endlich einheitlich gesteuert werden, statt in gewachsenen Insellösungen zu versanden. Dazu ein verbindlicher, flächendeckender Ausbau der E-Akte – und der Grundsatz „Public Money, Public Code“: Was mit öffentlichen Mitteln entwickelt wird, soll grundsätzlich offen zugänglich sein. Genau diese Bausteine – zentrale Steuerung, Open Source, digitale Aktenführung – sind es, die eine unabhängige Expertinnengruppe nach dem Cyberangriff nun zügig ausarbeiten sollte.

Zwei positive Nachrichten gibt es aber auch vom Senat: Der Aufgabenkatalog wurde nun veröffentlicht und die Bezirksregionenprofile werden modernisiert und künftig als Dashboard veröffentlicht.

Viel Spaß beim Lesen und am 20. September 2026 Bündnis 90/Die Grünen mit der Zweitstimme wählen. 🙂

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Kaulsdorf Marzahn - Hellersdorf Stadtentwicklung 

Rechtsstreit über Bau Güterbahnhof Kaulsdorf geht in nächste Instanz

Das Bauvorhaben am Güterbahnhof Kaulsdorf steht weiterhin still. Aus einer aktuellen Anfrage geht hervor, dass die Klage erneut abgewiesen wurde. Ein Ende des Rechtsweges ist dennoch nicht in Sicht, da der Rechtsstreit wohl vor dem Oberverwaltungsgericht in nächster Instanz weitergehen wird.

Bereits seit Jahren beschäftigt das Bauvorhaben die Nachbarschaft. Kritik gab und gibt es insbesondere aufgrund der Höhe der Bebauung. Laut Bebauungsplan 10-20 von 2008 sollte die brachliegende Fläche neu geordnet werden. Geplant war insbesondere Handel; Wohnungsbau ist laut der bisherigen Planung nicht vorgesehen. An diesen Plänen hat sich laut der aktuellen Anfrage auch nichts geändert: Weiterhin sind der Bau von zwei Geschäftsgebäuden mit Lebensmittelmarkt, weiteren Einzelhandelsflächen, Gewerbe und medizinischen Einrichtungen vorgesehen. Hinzu kommen eine Tiefgarage und ein Boardinghouse mit nun 60 Betten. Zudem sei der Bau eines unterirdischen Regenwasserspeichers geplant. Verkehrstechnisch sind zudem 129 Fahrradstellplätze vorgesehen, davon 53 in der Tiefgarage, sowie für Autos 104 Plätze in der Tiefgarage sowie 15 weitere vor dem Boardinghouse – davon sollen 19 Kfz-Stellplätze barrierefrei werden.

Aufgrund des anhaltenden Rechtsstreits stagniert die Umsetzung weiterhin; die letzte Bautätigkeit wurde am 06. Juni 2024 angezeigt. Weitere Gespräche mit Eigentümer oder Projektentwickler über den Stillstand habe es nicht gegeben. Zuletzt hatte das Verwaltungsgericht Berlin die Klage eines Nachbarn mit Beschluss vom 26. Mai 2026 abgewiesen. Der Kläger beantragte beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hingegen die Zulassung der Beschwerde. Eine Entscheidung dazu steht (Stand August 2026) noch aus. Damit geht das Verfahren in die zweite Instanz.

Die Baugenehmigung für das Projekt gilt nach Angaben des Bezirks weiterhin. Ihre Geltungsdauer hängt allerdings von der Gerichtsentscheidung ab. Zugleich liegen den Behörden keine Informationen darüber vor, dass der Bauherr das genehmigte Konzept geändert hätte. Auch der Lebensmittelmarkt gehört demnach weiterhin zur Planung. Einen konkreten neuen Zeitplan für die einzelnen Gebäude oder die Fertigstellung gibt es derzeit nicht. Ein Wohnungsbau am Güterbahnhof Kaulsdorf bleibt weiterhin ausgeschlossen, auch eine Überprüfung einer gemischten Nutzung wird derzeit nicht geprüft.

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Abgeordnetenhaus Berlin IT‑Sicherheit Netzpolitik & Digitalisierung Verwaltung 

Expert*innen statt Stillstand: Unser Antrag zur Berliner IT-Architektur

Im August 2026 wurde die Berliner Verwaltung Opfer des bisher schlimmsten Cyberangriffs ihrer Geschichte. In Anbetracht der globalen sicherheitspolitischen Lage bedarf es dringend politischer Konsequenzen. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat daher mit einem dringlichen Antrag Handlungsvorschläge ins Berliner Abgeordnetenhaus eingebracht (Drucksache 19/3519). Nur auf eine neue Regierung nach den Wahlen zu warten, ist zu wenig!

Im Zentrum unseres Antrags steht die Forderung nach einer unabhängigen Expertinnengruppe, die der Senat spätestens bis zum 1. Oktober 2026 einsetzen muss. Ihr Auftrag: ein tragfähiger Vorschlag zur Überarbeitung der Berliner IKT-Architektur – inklusive einer kritischen Prüfung des bestehenden E-Government-Gesetzes und einer Neudefinition der Rolle des ITDZ. Dabei ist uns wichtig, dass die Gruppe breit aufgestellt ist: Neben den IT-Verantwortlichen aus Bezirken, Senatsverwaltungen und Landesämtern sollen auch externe Sachverständige aus Wissenschaft und anderen Ländern oder Kommunen mit erfolgreicher IT-Konsolidierung sowie zivilgesellschaftliche Akteurinnen im Bereich IT-Sicherheit eingebunden werden – um Betriebsblindheit zu vermeiden. Bis zum 9. November 2026 soll ein erster Zwischenbericht vorliegen, der finale Vorschlag zur IKT-Architektur bis Ende des Jahres.

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Abgeordnetenhaus Berlin Netzpolitik & Digitalisierung Open Source Verwaltung 

Open Source auf dem Papier, Lock-in in der Praxis: Berlins Softwarebeschaffung im Realitätscheck

Wie abhängig ist Berlin von teuren Softwarekonzernen? Meine Anfrage an den Senat zeigt: Eine Open-Source-Strategie gibt es, die IKT-Architekturrichtlinie 2.0 auch, selbst die EuGH-Rechtsprechung zu Lock-in-Effekten ist bekannt – nur umgesetzt wird davon kaum etwas (Drucksache 19/26869). Dies macht wieder einmal deutlich: Es braucht verbindliche Ziele, sonst tut sich nichts. Mein Vorschlag: Bis 2035 soll die gesamte Software der Berliner Verwaltung Open Source sein.

Die Zahlen konkret: 2025 und 2026 wurden nur 16 Open-Source-Lösungen beschafft – bei 446 proprietären Beschaffungen. Besonders eklatant: Die Senatsverwaltung für Finanzen (SenFin) setzte 2025 auf 200 proprietäre Lösungen bei nur zwei Open-Source-Alternativen. Auch die Bezirke bleiben fast ausnahmslos bei Closed-Source.

Solange Behörden und Bezirke weiterhin auf teure, geschlossene Systeme setzen, bleibt Berlin in der Abhängigkeitsfalle. Das ist keine abstrakte Gefahr, sondern hat handfeste Konsequenzen: Wer sich einmal auf ein proprietäres System festgelegt hat, verliert Verhandlungsmacht gegenüber dem Anbieter. Lizenzpreise steigen, Konditionen werden diktiert, ein Wechsel wird technisch aufwendig und politisch riskant. Genau diesen Lock-in-Effekt beschreibt auch die vom Senat selbst zitierte EuGH-Rechtsprechung – vermieden wird er in der Beschaffungspraxis aber kaum.

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Hellersdorf Marzahn - Hellersdorf Nachhaltigkeit - lokale Agenda 21 Stadtentwicklung Umwelt und Naturschutz 

Beerenpfuhl in Hellersdorf: Renaturierung als Beitrag zum Biodiversitätsschutz und zur Wasserrückhaltung

Der Beerenpfuhl gehört zur Hönower Weiherkette und liegt in einem wichtigen Landschaftsschutzgebiet. Seit mehreren Jahren ist der Pfuhl trockengefallen und verlandet. Ursache dafür sind anhaltende Trockenheit, sinkende Regenwassereinträge und der fehlende Zufluss aus der Weiherkette. Um den Lebensraum wiederzubeleben, planen die Berliner Wasserbetriebe (BWB) nun die Renaturierung durch eine Wiederbewässerung des Beerenpfuhls. Die Planungen stellen eine Kompensationsmaßnahme für Eingriffe durch den Betrieb des Wasserwerks Kaulsdorf dar. Im Rahmen einer öffentlichen Informationsveranstaltung vor Ort informierten die BWB über den Stand der Planungen.

Ziel der Renaturierung ist es, das Gewässer wieder vollständig und ganzjährig wasserführend sowie naturnah umzugestalten. Damit sollen Amphibienlebensräume geschaffen und Habitatstrukturen für Vogelarten erhalten werden. Ein Schilfgürtel und strukturreiche Ufervegetation sollen deren Ansiedlung begünstigen; offene Wasserflächen, Ufervegetation sowie buchtenreiche Bestände von Schilf und Rohrkolben unterstützen das Nahrungs- und Brutangebot. Als Zielarten wurden mehrere geschützte Arten genannt: bei den Amphibien Moorfrosch und Wechselkröte, bei den Vögeln Drossel- und Teichrohrsänger sowie Zwergtaucher und Tafelente.

Langfristig sollen stabile Wasserstände in Teichen und Nebengewässern zur Förderung der Biodiversität beitragen. Vorgesehen ist eine Wiederbewässerung durch kontrollierte Regenwassereinleitung aus dem angrenzenden Wohngebiet. Das gesammelte Oberflächenwasser soll einer Regenwasserbehandlungsanlage zugeführt, dort gereinigt und anschließend schubweise in den Beerenpfuhl geleitet werden. Den Hochrechnungen der BWB zufolge soll die zugeführte Wassermenge mehr als das Doppelte des derzeitigen Jahresniederschlags auf den Beerenpfuhl betragen. In Abstimmung mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Umwelt- und Naturschutzamt, soll das betreffende Gebiet dafür von der Kanalisation abgekoppelt werden: Das Oberflächenwasser soll künftig nicht mehr in den Kanal, sondern über eine Regenwasserbehandlungsanlage gereinigt in den Beerenpfuhl geleitet werden. Zur Reinigung ist der Bau eines Regenwasserrückhaltesystems einschließlich Wasserablauf und Sedimentationsbecken vorgesehen. Im Sedimentationsbecken sorgen verdichtete tonige Erdbausubstrate für eine langsame Versickerung und Reinigung des Wassers.

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Abgeordnetenhaus Berlin Netzpolitik & Digitalisierung Verwaltung 

Bezirke vs. Senat: Wie ernst nimmt der Senat die IT-Probleme?

In der Debatte zum Haushalt 2026/2027 hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Bezirke gefragt: „Welche fünf IT-Fachverfahren müssen aus Sicht der Bezirke mit der höchsten Dringlichkeit weiterentwickelt werden, weil sie zum Beispiel durch Medienbrüche ineffizient sind oder dezentral nur teurer zu beschaffen wären?” Die Bezirke beantworteten (BezPHPW 0393, S. 13) mit einer ganzen Liste, die zeigt: Der Senat lässt die Bezirke bei der Digitalisierung der Software im Stich.

Konsequenzen zog der Senat aus der Liste aber nicht. Erst viel später, versprach der Senat sich doch mit den Kommentaren der Bezirke zu beschäftigen. Das Ergebnis liegt mit dem vorliegenden Bericht (BezPHPW 0393 C) nun vor. Die Antworten sprechen für sich, daher habe ich weiter unten die jeweiligen Antworten der Bezirke und des Senats gegenübergestellt. Wenig überraschend geht auf den massiven Bedarf der Bezirke überhaupt nicht ein. Zumindest die Probleme beim Bau- und Genehmigungsverfahren (eBG) sollen durch ein Bau-Portal behoben werden. Dazu gibt es derzeit ein Markterkundungsverfahren und Austausch mit anderen Bundesländern (BezPHPW 0399 A). Das GRIS-System, Grundlage für Baum- und Spielplatzkataster, soll bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. Der nächste Senat sollte die Übersicht als ToDo-Liste verstehen. Ohne Investitionen in funktionierende Fachverfahren verliert die Verwaltung weiter an Effizienz und wie uns der Cyberangriff im August gezeigt hat hakt es dann auch bei der IT‑Sicherheit.

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Hellersdorf Jugend Kaulsdorf Marzahn - Hellersdorf Soziale Gerechtigkeit und Armutsbekämpfung Stadtentwicklung 

Schwimmhalle Kaulsdorf hält sich über Wasser – der Bezirk kaum

Funktionierende Schwimmhallen sind in Marzahn-Hellersdorf Mangelware – daran ändern auch die Ankündigungen für das neue Kombibad kurzfristig nichts. Meine Kollegin Klara Schedlich hat deshalb nachgefragt, wie es um Zustand, Zugänglichkeit und Auslastung der Schwimmhalle Kaulsdorf steht (Drucksache 19/26798).

Die gute Nachricht zuerst: Der bauliche Zustand der Halle ist gut, größere Mängel sind nicht bekannt, kleinere Reparaturen laufen im laufenden Betrieb. Auch bei der Wasserfläche sieht es gut aus: Mit 8,3 m² pro 1.000 Einwohner*innen bewertet der Senat die Versorgung als gut – und zwar auch im Sommer, obwohl die Schwimmhalle Kaulsdorf in der Sommersaison normalerweise geschlossen ist. Diese Rechnung geht nur auf, weil die Schwimmhalle „Helmut Behrendt” am Helene-Weigel-Platz im Sommer regulär öffnet und die Versorgung allein trägt. Genau das war in diesem Jahr das Problem: Wegen größerer Wartungsarbeiten musste „Helmut Behrendt” schließen. Als Ersatz sprang die Schwimmhalle Kaulsdorf ein und blieb – anders als sonst üblich – auch über den Sommer hinweg geöffnet.

Das zeigt: Die gute Versorgungslage steht und fällt mit einer einzigen Halle. Fällt „Helmut Behrendt” aus, bleibt nur Kaulsdorf als Ersatz – und Marzahn-Hellersdorf hat schlicht keine Reserve. Zwei Schwimmhallen für den ganzen Bezirk, dazu noch mit hoher Auslastung durch Schul- und Vereinsbetrieb, sind zu wenig.

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Kaulsdorf Marzahn - Hellersdorf Mobilität Stadtentwicklung 

Barrierefreier Südostzugang am S Kaulsdorf weiter nicht in Sicht

Bereits seit 2018 besteht die Hoffnung, durch eine Verlängerung der vorhandenen Fußgängerüberführung einen neuen, barrierefreien Südostzugang für den S-Bahnhof Kaulsdorf zu schaffen. Zuletzt wurde 2024 eine Realisierung bis 2030 als Ziel genannt. Die Maßnahme ist inzwischen Bestandteil der Rahmenvereinbarung „Bahnhofsmodernisierungsprogramm Berlin” zwischen der DB und dem Land Berlin. Das Vorhaben befindet sich derzeit in der Phase der Projektkonsolidierung und Grundlagenermittlung. Es liegen unter anderem Abstimmungen mit wichtigen Akteuren des Bauprojekts vor, darunter mit dem Investor am Wilhelmsmühlenweg. Darüber hinaus wurde das Projekt mit anderen, parallel laufenden Bauprojekten der DB koordiniert.

Doch aus einer aktuellen Anfrage eines Kollegen geht nun hervor, dass der Zeitplan mittlerweile nicht mehr gehalten werden kann. Aktuell läuft lediglich die Leistungsphase 0. Eine notwendige Planungsvereinbarung zur Finanzierung der HOAI-Leistungsphasen 1 bis 4 zwischen dem Land Berlin und der DB InfraGO AG wurde bisher noch nicht geschlossen. Aufgrund des frühen Planungsstadiums kann derzeit kein belastbarer Zeitplan genannt werden. Das Projekt ist an verschiedene planerische, finanzielle und genehmigungsrechtliche Rahmenbedingungen geknüpft, die geprüft und koordiniert werden müssen.

Die Vorhaben der Rahmenvereinbarung sowie die darüber hinaus vorgesehenen Maßnahmen im Berliner S-, U- und Regionalbahnnetz erfordern umfangreiche Ressourcen für die notwendigen Planungs- und Bauleistungen. Vor diesem Hintergrund ist eine Priorisierung aller Vorhaben erforderlich. In dieser Priorisierung wurde der „Südostzugang S Kaulsdorf” dem weiteren Bedarf zugeordnet – mit anderen Worten: niedrig priorisiert. Das Vorhaben wird derzeit nicht prioritär verfolgt, da in Berlin aktuell die bauliche Erhaltung der bestehenden Infrastruktur sowie dringend erforderliche Neubauvorhaben deutlich höhere Priorität haben. Entsprechend sind auch die hierfür verfügbaren finanziellen Mittel stark begrenzt.

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Abgeordnetenhaus Berlin Netzpolitik & Digitalisierung Verwaltung 

Drei Jahre, keine Plattform: Der Senat kommt bei Low-Code nicht voran

Während mittels generativer KI ganze Anwendungen in wenigen Tagen entwickelt werden, schafft der Senat es seit drei Jahren nicht, eine einheitliche Low-Code-Plattform einzuführen. Trotz der Beteiligung an einer interföderalen Ausschreibung verschläft der Senat, seinen Verwaltungsmitarbeiter*innen ein Tool an die Hand zu geben, um schnell kleine Lösungen zu entwickeln, die Probleme lösen und Prozesse automatisieren können. Ein neuer Bericht im Haushaltsausschuss (rote Nr. 2655 AD) zeigt, dass trotz einer gemeinsamen Ausschreibung mit dem Bund immer noch nicht feststeht, welche Low-Code-Plattformen eingesetzt werden sollen. Von drei Plattformen hat sich der Senat nicht einmal auf die erste verständigt.

Eine Low-Code-Plattform bietet eine einfache visuelle Entwicklungsumgebung, in der Anwendungen per Drag-and-Drop erstellt werden können. Sie stellt oft eine Reihe von Vorlagen und Templates zur Verfügung, die bereits vorkonfiguriert sind und bestimmte Funktionen abdecken. Damit können Anwendungen schneller entwickelt werden und es entsteht ein agiles und effizientes Vorgehen bei der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Durch die einfache Bedienung und den Verzicht auf umfangreiche Programmierung können Mitarbeiter*innen in der öffentlichen Verwaltung selbstständig digitale Lösungen entwickeln und diese anpassen.

Anfang 2023 gab der Senat bekannt, dass sich das Land Berlin an einer interföderalen Ausschreibung mit dem Bund und anderen Ländern beteiligt. Der Behördenspiegel berichtete im November 2025, dass die vier Low-Code-Lösungen bzw. Automatisierungsplattformen Appian, Pega, ServiceNow und OutSystems über einen Rahmenvertrag zur Verfügung stehen. Der Senat hatte bekannt gegeben, im ersten Quartal 2026 den ersten Meilenstein zu erreichen: die Entscheidung (Bericht 0386), welche Low-Code-Plattformen in Berlin eingesetzt werden. Im Juni gab der ehemalige CDO bekannt, das Projekt auf „on-hold” zu stellen. Grund war eine Abfrage der Senatsverwaltungen, welche Low-Code-Lösungen eingesetzt werden. Die Antworten fielen jedoch widersprüchlich aus und insgesamt lagen sechs unterschiedliche Berichte vor. Also großes Chaos.

Immerhin: Wenn eine Einigung über die erste von drei Lösungen erfolgt ist, soll der IT‑Dienstleister Berlin (ITDZ) beauftragt werden. Zu hoffen ist, dass das ITDZ von Anfang an eingebunden ist und es hier nicht noch zu weiteren Verzögerungen kommt.

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