Stefan Ziller

GRÜN für Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf

Herzlich Willkommen

Als Abgeordneter aus Marzahn-Hellersdorf setze ich mich für die Digitalisierung der Berliner Verwaltung, leistungsfähige Bezirksverwaltungen, Klimaschutz, eine gerechte Sozialpolitik sowie eine zeitgemäße Mobilitätspolitik ein.

Ich engagiere mich dazu im Bündnis für Demokratie und Toleranz Marzahn-Hellersdorf sowie im Netzwerk Grundeinkommen für ein Grundeinkommen.

Auf dieser Website informiere ich über meine politische Arbeit. Gerne lade ich Sie ein, mit mir und meinem Team ins Gespräch zu kommen.

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Abgeordnetenhaus Bits & Berlin Netzpolitik & Digitalisierung Open Source Senat Verwaltung 

Bits & Berlin – Newsletter – 7/2026

Liebe Leserinnen und Leser,

in der letzten Ausgabe von bits & Berlin vor der Sommerpause geht es um den Passierschein A38, Nutzungszahlen der pädagogischen Endgeräte, die Flex:Unit für Berlin, das Dauerthema ITDZ, ein öffentliches Gesamtverzeichnis für Verarbeitungstätigkeiten, ALLRIS, den Landesverzeichnisdienst und die Bezirksfinanzierung.

Wer sich den Stand der Verwaltungsmodernisierung in ganz Deutschland anschauen möchte, kann sich auf dem Portal des Bitkom www.monitor-staatsmodernisierung.de informieren – Spoiler: Noch ist die Umsetzung auf 9 Prozent.

Für die heißen Sommertage in Berlin lohnt sich ein Blick auf die Berliner Erfrischungskarte. Die Open Data Informationsstelle Berlin erfasst dort kühle und windige Orte innerhalb der Stadt sowie Trinkbrunnen.

Viel Spaß beim Lesen und kommt gut durch den Sommer.

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Abgeordnetenhaus Berlin Netzpolitik & Digitalisierung Verwaltung 

Drei Jahre, keine Plattform: Der Senat kommt bei Low-Code nicht voran

Während mittels generativer KI ganze Anwendungen in wenigen Tagen entwickelt werden, schafft der Senat es seit drei Jahren nicht, eine einheitliche Low-Code-Plattform einzuführen. Trotz der Beteiligung an einer interföderalen Ausschreibung verschläft der Senat, seinen Verwaltungsmitarbeiter*innen ein Tool an die Hand zu geben, um schnell kleine Lösungen zu entwickeln, die Probleme lösen und Prozesse automatisieren können. Ein neuer Bericht im Haushaltsausschuss (rote Nr. 2655 AD) zeigt, dass trotz einer gemeinsamen Ausschreibung mit dem Bund immer noch nicht feststeht, welche Low-Code-Plattformen eingesetzt werden sollen. Von drei Plattformen hat sich der Senat nicht einmal auf die erste verständigt.

Eine Low-Code-Plattform bietet eine einfache visuelle Entwicklungsumgebung, in der Anwendungen per Drag-and-Drop erstellt werden können. Sie stellt oft eine Reihe von Vorlagen und Templates zur Verfügung, die bereits vorkonfiguriert sind und bestimmte Funktionen abdecken. Damit können Anwendungen schneller entwickelt werden und es entsteht ein agiles und effizientes Vorgehen bei der Digitalisierung von Verwaltungsprozessen. Durch die einfache Bedienung und den Verzicht auf umfangreiche Programmierung können Mitarbeiter*innen in der öffentlichen Verwaltung selbstständig digitale Lösungen entwickeln und diese anpassen.

Anfang 2023 gab der Senat bekannt, dass sich das Land Berlin an einer interföderalen Ausschreibung mit dem Bund und anderen Ländern beteiligt. Der Behördenspiegel berichtete im November 2025, dass die vier Low-Code-Lösungen bzw. Automatisierungsplattformen Appian, Pega, ServiceNow und OutSystems über einen Rahmenvertrag zur Verfügung stehen. Der Senat hatte bekannt gegeben, im ersten Quartal 2026 den ersten Meilenstein zu erreichen: die Entscheidung (Bericht 0386), welche Low-Code-Plattformen in Berlin eingesetzt werden. Im Juni gab der ehemalige CDO bekannt, das Projekt auf „on-hold” zu stellen. Grund war eine Abfrage der Senatsverwaltungen, welche Low-Code-Lösungen eingesetzt werden. Die Antworten fielen jedoch widersprüchlich aus und insgesamt lagen sechs unterschiedliche Berichte vor. Also großes Chaos.

Immerhin: Wenn eine Einigung über die erste von drei Lösungen erfolgt ist, soll der IT‑Dienstleister Berlin (ITDZ) beauftragt werden. Zu hoffen ist, dass das ITDZ von Anfang an eingebunden ist und es hier nicht noch zu weiteren Verzögerungen kommt.

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Baumschutz Bildung Hellersdorf Klimaschutz Marzahn - Hellersdorf Stadtentwicklung 

Vom Schulneubau Auerbacher Ring zur „Laborschule Hellersdorf”

Mitte Juli erfolgte der Spatenstich für den Schul-Campus Auerbacher Ring: Auf dem Gelände zwischen Carola-Neher-Straße, Maxie-Wander-Straße, Klingenthaler Straße und Auerbacher Ring entsteht eine 4+3-zügige Integrierte Sekundarschule mit Sporthalle für 625 Schüler*innen, ergänzt um einen Modularen Ergänzungsbau (MEB) für eine Grundschule. Gebaut wird – bereits die siebte ihrer Art in Berlin – als Holz-Compartmentschule (HOCOMP) mit Photovoltaik, Gründächern und hybrider Lüftung, Gesamtkosten rund 70 Millionen Euro. Laut Bezirksamt soll die Schule zum Schuljahr 2028/2029 in Nutzung gehen. Der Weg dahin war nicht unumstritten: Für den Bau wurden rund 60 Bäume auf der Grünfläche gefällt, wie ich bereits kritisch begleitet habe.

Der Bau schreitet also voran – Zeit, sich um die Inhalte zu kümmern. Seit einiger Zeit wird in Hellersdorf über eine „Laborschule” am Auerbacher Ring diskutiert – ein Modell, bei dem eine staatliche Schule eng mit Hochschulen kooperiert, Theorie und Praxis verzahnt und dabei Bildungsgerechtigkeit und Demokratiebildung in den Mittelpunkt stellt, nach dem Vorbild der 1974 gegründeten Laborschule Bielefeld. Erprobt wird die Idee für Hellersdorf bereits im „Klassenzimmer der Zukunft” an der Maxie-Wander-Straße, direkt neben dem Baugrundstück. Meine aktuelle Anfrage zeigt: Eine Umsetzung ist möglich – aber der Zeitplan wird eng (Drucksache 19/26870).

Die Antwort des Senats macht deutlich, dass seit Mai 2025 fünf Abstimmungstreffen zwischen Alice-Salomon-Hochschule (ASH), Humboldt-Universität, TU Berlin, UdK, Jugendamt und Landeselternausschuss stattgefunden haben und alle Beteiligten „sehr interessiert” an einer konkreten Kooperation sind. Die entscheidende Weichenstellung soll bis Ende 2026 in einem Planungsgespräch zwischen den Hochschulen erfolgen. Getragen wird die Idee vom Forschungsprojekt „Campus Transferale” der ASH, das von Bund und Land im Rahmen der Förderlinie „Innovative Hochschule” finanziert wird.

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Abgeordnetenhaus Berlin IT‑Sicherheit Netzpolitik & Digitalisierung Verwaltung 

Nach dem Hack: Berlin muss seine IT endlich zentral organisieren

Im September 2025 gab der Senat bekannt, er gibt die gesamtstädtische Steuerung der Standardisierung der Berliner IT (OneIT@Berlin) aus der Hand…und das nach neun Jahren E-Government-Gesetz (EGovG Bln) und zahlreichen Versprechen von Kai Wegner, Digitalisierung zur „Chefsache“ zu machen. Statt einer konsequenten politischen Steuerung werden die einzelnen Verwaltungen sowie das IT-Dienstleistungszentrum Berlin (ITDZ) mit der Verantwortung allein gelassen. Zwei neue Berichte zeigen, wie weit der Senat mit dem neuen Vorgehen gekommen ist (Rote Nr. 2734 A und Rote Nr. 2630 A).

Eine vollständige Migration ist bisher nur von der Senatsverwaltung für Inneres und Sport, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe und beim Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten erreicht worden. Die Mehrheit der Verwaltungsstandorte der Bezirke hat den Status „In Planung“ (etwa 230), allerdings wird auch die Mehrheit (etwa 210) die Migration nach aktuellem Planungsstand nicht bis Ende des Doppelhaushaltes 26/27 abschließen. Damit ist klar: verzögert sich die Migration der sicherheitskritischen IKT‑Infrastruktur weiter. Ein fatales Signal angesichts der notwendigen Digitalisierung der Verwaltung und der Bedrohungslage in Sachen IT-Sicherheit in Berlin.

Konkret geht das ITDZ die Migration in zwei verschiedenen Blöcken an, den Servicestufen BerlinPC & Drucker (BPC) und Servicestufen Netze & Telefonie (NuT). Im Detail haben alle Senatsverwaltungen angefangen zu migrieren, mit Ausnahme der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, die im Bericht keine Angaben gemacht hat. Dass dies zu wenig ist, zeigt leider eindrücklich der katastrophale IT‑Sicherheitsvorfall bei den beiden Senatsverwaltungen. Auch die zwölf Landesämter haben keine Angaben zu ihren Plänen für eine Migration gemacht (Rote Nr. 2734 A).

All dies zeigt: Neben der akuten Krisenbewältigung braucht Berlin schnell einen grundlegenden Kurswechsel bei seiner Landes-IT. Schluss mit Kleinstaaterei und Verantwortungspingpong: Sicherheitskritische Landes-IT muss zentral gebündelt und beim ITDZ professionell abgesichert werden. Wir haben keine Zeit, damit bis zum nächsten Jahr zu warten. Die neue Regierung muss vom ersten Tag an handlungsfähig sein und die Berlinerinnen und Berliner schützen. Deshalb bieten wir Grünen an, unabhängig vom Wahlkampf und ohne Zeitverzug an der konzeptionellen Vorarbeit für eine neue IT-Sicherheitsarchitektur Berlins mitzuwirken.

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Abgeordnetenhaus Berlin Netzpolitik & Digitalisierung 

Was kostet der Berlin-PC? IKT-Benchmarking des ITDZ 2025

Jährlich muss Berlin ein sogenanntes IKT-Benchmarking durchführen. Damit soll gesichert werden, dass der eigene IT‑Dienstleister (ITDZ) Berlin marktübliche Preise anbietet. Denn die Berliner Verwaltung hat eine Abnahmepflicht vom ITDZ. Der Bericht für 2025 liegt nun vor (Rote Nr. 3026). Bei der Untersuchung wurde der IKT‑Arbeitsplatz mit den vier Modulen Berlin-PC, LAN, Telefon und Drucken untersucht. Der Dienstleister BBX-Consulting ist für 2025 zum Schluss gekommen, dass die Bepreisung im „gesunden Bereich“ ist. Ein Beispiel des Vergleichs sind kostenintensive Servicekosten (Rote Nr. 3026, S.10):

Neben dem Benchmarking des Preises, liefert der Bericht weitere Empfehlungen, die unbedingt berücksichtigt werden sollten bei der Neustrukturierung des ITDZ:

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Abgeordnetenhaus Berlin Nachhaltigkeit - lokale Agenda 21 Netzpolitik & Digitalisierung 

Kennzeichnung von nachhaltiger IT im Webshop des ITDZ erst ab 2027

Wie wir Hardware und Software einsetzen, hat einen signifikanten Einfluss auf unsere Umwelt. So teilte die Deutsche Umwelthilfe im September 2025 mit, dass „Deutschland hat mit 29 Prozent im Jahr 2023 zum sechsten Mal in Folge das gesetzliche Sammelziel für Elektroaltgeräte von 65 Prozent krachend verfehlt.“ Als Abgeordneter des Landes Berlin frage ich mich regelmäßig, welchen Beitrag die Berliner Verwaltung leisten kann.

Setzt sie auf eine nachhaltige IT-Beschaffung und einen effizienten Einsatz von Rohstoffen ihrer Hardware? Ein aktueller Bericht zeigt (Rote Nr. 0438): Vereinzelt tauchen in den Produktbeschreibungen des ITDZ-Webshops bereits Umweltsiegel wie der Blaue Engel oder die Monitoring-Organisation Electronics Watch auf. Eine systematische Kennzeichnung oder eine Filterfunktion nach Nachhaltigkeitskriterien gibt es jedoch nicht.

Die Botschaft ist klar: Seit drei Jahren bekommt es die Berliner Verwaltung nicht hin, systematisch nachhaltige Hardware zu kennzeichnen und im Webshop des ITDZ auffindbar zu machen. Eine gute Nachricht gibt es trotzdem: Bei künftigen Ausschreibungen will das ITDZ von Lieferanten verbindlich Nachhaltigkeitsparameter einfordern – sowohl soziale als auch ökologische. Das soll ab 2027 sukzessive umgesetzt und schrittweise auch im Webshop sichtbar gemacht werden.

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Abgeordnetenhaus Berlin Netzpolitik & Digitalisierung Verwaltung 

Suchmaschinenverbot: ALLRIS verbietet Zugriff auf BVV-Dokumente

Im Gegensatz zum parlamentarischen Dokumentationssystem (Pardok) des Abgeordnetenhauses unterbindet das Gremieninformationssystem (ALLRIS) der Bezirke die Durchsuchung durch Suchmaschinen. Wer Informationen zu einzelnen Sitzungen sucht, muss direkt in den Sitzungsdokumenten der Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) nachschauen und dafür oft mehrere Bezirke einzeln durchsuchen. Das betrifft auch den Zugriff durch generative KI. Ich habe den Senat gefragt, warum die „robots.txt“ diesen Zugriff unterbindet (Drucksache 19/26786).

Laut Senat soll dies Massenzugriffe verhindern und eine Überlastung der Systeme vermeiden. Dabei wäre der Vorteil eines offenen Zugriffs über Suchmaschinen und KI-Bots (also über die reguläre robots.txt-Freigabe) vor allem die niedrigschwelligen Auffindbarkeit: Bürgerinnen und Bürger könnten einfach über Suchmaschinen oder eine KI-Anfrage nach einem Thema suchen und würden direkt zu den relevanten Sitzungsdokumenten geführt – bezirksübergreifend und ohne technisches Vorwissen. Die verfügbare Schnittstelle OParl hingegen ist eine strukturierte, maschinenlesbare Schnittstelle, die zwar ressourcenschonender ist, aber eine eigene Anwendung oder einen Client voraussetzt, um die Daten nutzbar zu machen; für die breite Öffentlichkeit ist sie damit praktisch unsichtbar, solange niemand eine entsprechende Suchoberfläche darüber baut.

Auch das geplante Update auf ALLRIS 4 ändert daran nichts: Die robots.txt bleibt unverändert. Immerhin erhält mit dem Update auf ALLRIS 4 auch der letzte Bezirk, Spandau, eine Open-Data-Schnittstelle (OParl). Die Aktualisierung von ALLRIS wäre die Chance gewesen, hier größer nachzubessern – eine Chance, die der Senat bislang nicht nutzt.

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Biesdorf Bildung Marzahn - Hellersdorf Stadtentwicklung 

Neue Hoffnung für das Theater am Park?

Seit Jahren berichte ich hier über die Sanierung des Theater am Park (TaP) in Biesdorf. Anfang dieses Jahres kam dann Bewegung in die Sache: eine überarbeitete Zielplanung für den Umbau des großen Saals, mit GRW-Mitteln finanziert und einem Gesamtbudget von 10 Millionen Euro als Zielmarke. Jetzt liegt ein neuer Sachstandsbericht der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe vor – und der zeigt: Es geht wohl voran (Rote Nr. 2860 A).

Das Gutachten zu den notwendigen Kosten und Kernmaßnahmen für den Umbau des TaP zu einer multifunktionalen touristischen Attraktion liegt inzwischen vor. Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat es im April an den Senat übermittelt, die Stadtentwicklungsverwaltung hat es ausgewertet. Für die reine Baumaßnahme wird mit rund 10,6 Millionen Euro brutto kalkuliert. Anfang Juli haben sich dann Bezirksamt, Stadtentwicklungsverwaltung und das Planungsbüro bereits zusammengesetzt, um die Ergebnisse zu besprechen und das weitere Vorgehen abzustimmen.

Eine Förderung über die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur” (GRW) ist weiter möglich: mit einem Fördersatz von voraussichtlich 60 Prozent und bis zu 10 Millionen Euro GRW-Mitteln für den notwendigen Ausbau der touristischen Infrastruktur. Aktuell werden im Bezirksamt noch die letzten baurechtlichen Detailfragen sowie die bezirkliche Kofinanzierung geklärt.

Positiv: Nach Jahren mit vagen Verweisen auf ein fehlendes Konzept, gibt es jetzt belastbare Zahlen, ein abgeschlossenes Gutachten und konkrete Abstimmungstermine zwischen allen Beteiligten. Das ist genau der Fortschritt, für den sich der Verein TaP e.V. und viele Nachbarinnen und Nachbarn seit langem einsetzen. Ich verbinde damit die Hoffnung, dass aus der Zielplanung bald ein verbindlicher Zeitplan wird. Das TaP hat es verdient.

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Jugend Mahlsdorf Marzahn - Hellersdorf Stadtentwicklung 

Grundsteinlegung für Jugendfreizeiteinrichtung Landsberger Straße

Nachdem im Frühjahr die neue Gemeinschaftsschule in Mahlsdorf eröffnet wurde, haben im Sommer 2026 auch die Bauarbeiten für die geplante Jugendfreizeiteinrichtung (JFE) an der Landsberger Straße begonnen. Die neue JFE soll Platz für bis zu 199 Besucher*innen bieten und wäre damit eine spürbare Entlastung für den Bezirk, der dringend zusätzliche Jugendinfrastruktur benötigt. Der Bau soll nach aktuellem Zeitplan im zweiten Quartal 2028 fertiggestellt sein.

Das Angebot in der Landsberger Straße richtet sich künftig an Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 27 Jahren. Geplant ist ein offenes Angebot, das zunächst mit kultureller Bildung, Theaterprojekten und einem musikalischen Schwerpunkt starten soll. Hinzu kommen sportliche Aktivitäten sowie ein Medienkompetenzzentrum.

Erfreulich ist, dass es nun endlich losgeht – wenn auch mit erheblicher Verzögerung: Die Planungen reichen tatsächlich schon Jahre zurück: Bereits 2021 war der Bau in der Investitionsplanung berücksichtigt. Die Umsetzung verzögerte sich jedoch, unter anderem weil der Bau der Gemeinschaftsschule auf demselben Gelände Vorrang hatte. Im Jahr 2025 stoppte der Bezirk das Projekt dann kurzfristig erneut – bevor es nun, mit erheblicher Verzögerung, endlich losgehen konnte.

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Abgeordnetenhaus Berlin Netzpolitik & Digitalisierung Senat Verwaltung 

Der Aufgabenkatalog ist online – jetzt beginnt die eigentliche Arbeit

Seit August 2026 lässt sich online nachschauen, welche Berliner Behörde für welche Aufgabe zuständig ist. Der Senat hat den neuen Zuständigkeitskatalog als durchsuchbare Datenbank freigeschaltet. Das ist ein wichtiger Zwischenschritt eines der aufwendigsten Verwaltungsprojekte, das Berlin je angestoßen hat – denn die eigentliche Aufgabenkritik steht noch aus. Ein guter Anlass, den Weg dorthin nachzuzeichnen.

Schon im Dezember 2022 forderte Bündnis 90/Die Grünen mit dem Papier „Update – ein neues Fundament für eine funktionierende Stadt” eine grundlegende Modernisierung der Verwaltung. Berlin wusste schlicht nicht vollständig, welche Aufgaben es zu erledigen hat und wer dafür zuständig ist – Folge war das notorische Behörden-Ping-Pong zwischen Senat und Bezirken.

Mit dem neuen Landesorganisationsgesetz (LOG) und einer Verfassungsänderung (Drucksachen 19/2352 und 19/2353) legte eine “Koalition” aus CDU, SPD, Grünen und Linken die rechtliche Grundlage: Ablösung des alten Zuständigkeitsgesetzes (AZG), gestärkte Zusammenarbeit zwischen Land und Bezirken, Konnexitätsprinzip – wer bestellt, bezahlt. Im Juni 2025 beschlossen, trat das LOG am 1. Januar 2026 in Kraft.

Parallel lief die Fleißarbeit: die vollständige Erhebung aller Verwaltungsaufgaben. Im Herbst 2025 waren rund 1.643 Aufgaben erfasst, davon 58 ungeklärte Fälle – Aufgaben, bei denen selbst die Verwaltung nicht wusste, wer zuständig ist. Am Ende identifizierte der Senat rund 4.500 Einzelaufgaben, verdichtet auf etwa 2.200 klar definierte Aufgaben – die erste vollständige Aufgabenerfassung eines deutschen Bundeslandes. Am 2. Juni 2026 beschloss der Senat die dazugehörige Zuständigkeitsverordnung (ZustV) – eine bundesweite Pionierleistung.

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