Mehr Geld und Stellen für Grünflächen in den Bezirken

Aus einer schriftlichen Anfrage von Dr. Turgut Altug und mir geht hervor, dass sowohl berlinweit wie im Bezirk Mahlsdorf-Hellersdorf deutlich mehr Mittel für die Grünpflege zur Verfügung stehen (Drucksache 18/24878). Für das Jahr 2020 standen den Bezirken bereits mit dem Senatsentwurf für die Unterhaltung und Neubau von Grün- und Freiflächen 198,3 Mio. € zur Verfügung. Dabei entfielen 20,4 Mio. € auf Marzahn-Hellersdorf. Diese Mittel sind auch da, um die Pflege und Instandhaltung von Grünflächen in Schulen, Sportplätze, Jugendeinrichtungen und Abenteuerspielplätze sicherzustellen. Mit der Grünbauoffensive hat das Abgeordnetenhaus die Zuweisungen für Grünflächenpflege und Straßenbäume nocheinmal erhöht, wodurch berlinweit 21,85 Mio. € und in Marzahn-Hellersdorf 2,17 Mio. € mehr zur Verfügung stehen.

Die Berliner Bezirke organisieren Grünflächenpflege sehr unterschiedlich – und erledigen dabei in unterschiedlichem Maße die Grünflächenpflege selbst oder durch Aufträge an Fremdfirmen. In Tempelhof Schöneberg sind dies z.B. etwa die Hälfte der Tätigkeiten. Von den zur Verfügung stehenden insgesamt 2553,36 Stellen (vollzeitäquivalent) sind berlinweit 177,32 unbesetzt. In Marzahn-Hellersdorf sind momentan 16 Stellen vakant. Dabei muss beim Blick auf die Stellen beachtet werden, dass gerade Ingenieure auch in anderen Maßnahmen und Sonderprogrammen außerhalb der Grünpflege eingesetzt werden. In Marzahn-Hellersdorf ist es die Pflege des Straßenbegleitgrüns und aber auch einzelner Grünanlagen, die vornehmlich durch Fremdfirmen durchgeführt wird. Etwa 25 Regelpflegeaufträge im Umfang von ca. 1,5 Mio. € ergehen dabei an ca. 15 Fremdunternehmen.

Die naturnahe Grünflächenpflege wird auf unterschiedliche Weise umgesetzt, etwa durch Artenschutz- und Beweideprojekte, generell durch richtige Mähzeitpunkten und Pflege von Wiesen sowie durch die Orientierung am Handbuch Gute Pflege. Marzahn-Hellersdorf sieht sich der naturnahen Grünflächenpflege in verschiedenen Pflegintensitäten der jeweiligen Grünflachen verpflichtet und versucht dies durch Austausch mit dem Fachbereich Naturschutz des Umwelt- und Naturschutzamtes zu verbessern.

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