Digitaltag 2022 – Teilhabe für Alle

Die Notwendigkeit einer gleichberechtigten Digitalen Teilhabe der Bürger*innen ist notwendig für ein erfolgreiches Gelingen der Digitalisierung. Politische Entscheidungen sollten abgestimmt werden, mit den Bedürfnissen der Bürger*innen. Das Bündnis “Digital für Alle” setzt sich für diesen Appel ein.

Digitalisierung birgt effiziente Handlungsspielräume für die Gestaltung unserer individuellen Lebensgestaltung, aber auch für unsere öffentliche Verwaltung. Die Corona Pandemie hat dies als gutes Beispiel aufgezeigt. Menschen konnten von ihren Heimschreibtischen produktiv ihrer Arbeit nachgehen, Schüler*innen sowie Studierende waren in der Lage, die Bildungsangebote weiterhin wahrnehmen zu können. Jedoch war und ist dies nicht für Jede*n selbstverständlich. Als Ursachen sind u.a. fehlende Kompetenzen sowie die nötige Grundausstattung zu benennen.

Laut einer Studie aus dem Jahr 2021 von „Digitaltag“ wünschen sich 34% der Befragten Maßnahmen für eine Finanzierung. Über 80% wünschen sich mehr Maßnahmen bei der Förderung digitaler Medien- und Informationskompetenzen. (Quelle: Bitkom Research 2022 i.a „Digital für alle“ 2022)

Der Wunsch nach mehr Medien- und Informationskompetenzen zeigt sich in der persönlichen Einschätzung der eigenen Digitalkompetenzen. Durchschnittlich bewerten die Beteiligten ihre Durchschnittskompetenz mit der Note 3,1. Die politische Aufgabe wird deutlich. Es bedarf eine Bereitstellung von Fördermitteln sowie Bildungsangeboten. Diese müssen für die Gesellschaft lebensnah erreichbar sein, bspw. in Bibliotheken oder Stadtteilzentren. In den Bildungseinrichtungen plant der Senat u.a. Fortbildungen für Bildung in der digitalen Welt sowie Schulungen für die Nutzung der Endgeräte, welche für Lehrkräfte angeboten werden sollen.

Essential ist es eine Vernetzung in den Gemeinschaften zu schaffen. Dies kann u.a. gelingen durch den Ausbau von Fortbildungsangeboten durch z.B. Ehrenamtliche oder der jüngeren Generation. So kann eine Digitale Spaltung vermieden werden. Insbesondere die Mitnahme von der älteren Generation sollte hier beachtet werden. Ein gelungenes Beispiel wäre hier das „Akazien Haus“ in Marzahn-Hellersdorf mit seinen Senior*innentreffen.

Neben der Teilhabe bedarf es eine Transparenz bei dem Digitalisierungsprozesses. 70% Befragte Bürger*innen befürchten eine Überwachung des Staates, diese Ängste müssen wahr- und ernstgenommen. Durch die Corona Pandemie gelang es, Digitalisierung attraktiver zu machen. An dieser neuen Offenheit sollten wir ansetzen, indem wir politische Entscheidungsprozesse nutzerfreundlich erklären und transparent darlegen.

(Foto:Kasimir Heldmann)

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