Unterrichtsräume und Therapiebecken der Schule am Mummelsoll

Vor dem Sommer wurde ein erheblicher Wasserschaden in der Schule am Mummelsoll festgestellt. Ich habe den Schulstart zum Anlass genommen, nachzufragen wie es um die Verfügbarkeit von Unterrichtsräumen aktuell steht (Drucksache 18/28253). Die Antwort ist ernüchternd. Zum Beginn des Schuljahres 2021/2022 stehen an der Schule am Mummelsoll nur von 15 Klassenräumen 12 zur Verfügung. Auch um das Therapiebecken der Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ steht es nicht gut. Durch das Gesundheitsamt konnte das Becken auf Grund der Wasserqualität noch nicht wieder in die Nutzung gegeben werden.

Wie geht es nun weiter? Die Sanierung des Schulgebäudes ist in der bezirklichen Investitionsplanung mit 4.210.000 € ab 2024 angemeldet. Eine Schadensaufnahme ist erfolgt. Auf Grundlage dieser wird ein Planungsbüro mit einer vertieften Schadensanalyse und einem Sanierungskonzept für das ganze Schulgebäude beauftragt. Frühester möglicher Baubeginn wäre 2024 und Fertigstellung in 2026. Das Planungsbüro soll ebenso einen Sanierungsvorschlag für das Therapiebad der Schule am Mummelsoll vorlegen.

Immerhin wird im ersten Quartal 2022 mit der Fertigstellung der Modularen Ergänzungsbaus an der Schule an Mummelsoll gerechnet. Während der Sanierung des Hauptgebäudes können Klassen in den Modularen Ergänzungsbau umziehen. Nach den Wahlen gehört aber auch die Investitionsplanung auf den Prüfstand. Gerade im Schulbereich überzeugt mich das regelmäßige Verschieben auf spätere Jahre nicht. Darunter leiden die Schüler*innen und die jährlichen Baukostensteigerungen machen die Projekte auch nicht günstiger.

1. Wie ist der Stand in Sachen Verfügbarkeit von Unterrichtsräumen an der Schule am Mummelsoll?

Zum Beginn des Schuljahres 2021/2022 stehen an der Schule am Mummelsoll (10S08) von 15 Klassenräumen 12 zur Verfügung. Drei Klassenräume können derzeit nicht genutzt werden. Von einer Klasse wird die Beschulung durch die Umnutzung von anderen Fachräumen sichergestellt. Zusätzlich wird ab dem Schuljahr 2021/2022 ein Musik-/Instrumentenraum als Klassenraum genutzt werden müssen, sowie ein ehemaliger Speiseraum an der Schule am Rosenhain.

2. Welche Informationen liegen zum Wasserschaden bzw. den verschiedenen Wasserschäden vor?

Ursache des Wasserschadens war ein Rohrbruch der Heizungsanlage. Dabei sind ca. 20m3 Wasser in die Fußbodenkonstruktion eingedrungen. Der komplette Bodenaufbau musste bis auf den Rohboden abgebrochen werden, da eine Trocknung und Ortung der Leckage anders nicht möglich war. Der beim Rückbau vorgefundene Zustand der Trockenbauunterkonstruktion und die Feuchteschäden (Schimmel) lassen einen wiederholten und dauerhaften Feuchtigkeitseintrag ins Erdgeschoss (EG) erkennen, der nicht auf den Rohrbruch zurückzuführen ist und alle Klassenräume im EG betrifft. Die Ursache ist nicht abschließend geklärt und muss durch einen Sachverständigen analysiert werden.

3. Wann ist mit der vollständigen Wiederherstellung nutzbarer Unterrichtsräume zu rechnen?

Die Sanierung des Schulgebäudes ist in der bezirklichen Investitionsplanung mit 4.210.000 € ab 2024 angemeldet. Eine Schadensaufnahme ist erfolgt. Auf Grundlage dieser wird ein Planungsbüro mit einer vertieften Schadensanalyse und einem Sanierungskonzept für das ganze Schulgebäude beauftragt. Frühester möglicher Baubeginn wäre 2024 und Fertigstellung in 2026. Am 21. April 2021 fand eine Begehung der Schule statt. Auf dessen Grundlage sollte ein Planungsbüro beauftragt werden. Ein neuer Terminplan zur vollständigen Sanierung auf Grundlage der Begehung und Schadensanalyse liegt derzeit noch nicht vor.

4. Welche Ersatz- und Übergangsmöglichkeiten stehen der Schule zu Beginn des Schuljahrs 2021/2022 zur Verfügung (bitte angeben, welche Laufzeit diese haben)?

Eine der drei betroffenen Klassen nutzte für die Beschulung bereits im Schuljahr 2020/2021 einen Fachraum. Eine weitere Klasse konnte ein Raum an der Schule am Rosenhain zur Verfügung gestellt werden. Am Standort Schule am Rosenhain werden in einem Modularen Ergänzungsbau für Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ bereits Klassen der Schule am Mummelsoll unterrichtet. Für die dritte Klasse wird ein Musik-/Instrumentenlagerraum neben dem Therapiebad vom Schul- und Sportamt ausgerüstet, damit dieser als Klassenraum zur Verfügung steht.

Im ersten Quartal 2022 wird mit der Fertigstellung der Modularen Ergänzungsbaus an der Schule an Mummelsoll gerechnet. Während der Sanierung des Hauptgebäudes können Klassen in den Modularen Ergänzungsbau umziehen.

5. Wie ist das Zustand des Therapiebecken der Grund- und Sekundarschule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“?

Durch das Gesundheitsamt konnte das Becken auf Grund der Wasserqualität noch nicht wieder in die Nutzung gegeben werden. Bevor eine Nachbeprobung durch das Gesundheitsamt erfolgen kann, findet eine nochmalige Überprüfung der Anlage statt. Das Planungsbüro soll ebenso einen Sanierungsvorschlag für das Therapiebad der Schule am Mummelsoll vorlegen.

6. Welche Perspektive gibt es, die aktuellen Einschränkungen bei der Vorbereitung der Schüler*innen auf ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu beheben?

Der Unterricht ist durch die getroffenen Maßnahmen und die gute Zusammenarbeit zwischen den Schulleitungen, dem Schul- und Sportamt und der Schulaufsicht sichergestellt. Es bestehen keine Einschränkungen zur Erfüllung des Rahmenlehrplans.

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