Schulbauoffensive – was kommt in Marzahn-Hellersdorf an?

Seit Jahren wächst Berlin wieder. Bis 2022 müssen demnach etwa 80.000 zusätzliche Schulplätze geschaffen werden. Dafür investiert Berlin in den nächsten 10 Jahren etwa 5,5 Milliarden Euro – rund 550 Millionen Euro jedes Jahr. Die größte Schulbauoffensive des letzten Jahrzehnts startete 2017 mit einem Investitionsvolumen von 830 Millionen Euro.

Ziel sind moderne Schulen für das 21. Jahrhundert. Alle Berliner Schulen sollen umfassend saniert und im Hinblick auf Barrierefreiheit und Energieeffizienz verbessert werden. Wo Kapazitäten nicht ausreichen, müssen neue Schulen entstehen! – „Lernhäuser“ wie wir sie nennen wollen. Die zwölf Bezirke bleiben Schulträger und arbeiten zukünftig gemeinsam mit dem Berliner Senat und der HOWOGE daran, das anspruchsvolle Investitionsprogramm „Berliner Schulbauoffensive“ umzusetzen. Die Bezirke als Schulträger stellen die Teilnahme aller Beteiligten – Schüler*innen, Lehrer*innen, Erzieher*innen und Eltern sicher. Ein landesweites einheitliches IT-System soll Schulsanierung und Schulneubau transparent machen. Alle Beteiligten sollen jederzeit über die Planungen informiert sein. Wichtig sind uns dabei individuelle Lösungen für Neu- und Umbauten. Die Zeit der Modularen Ergänzungsbauten (MEB) muss enden.

Eine Baustelle bleibt noch: In Bezug auf die Nutzung der Schulen müssen wir umdenken. Wir brauchen Schulen auch als öffentlich zugänglichen Raum – z.B. für Bibliotheken oder soziale Einrichtungen. Auch die gemeinsame Nutzung mit einer angeschlossenen Kita muss stärker als bisher geprüft werden. Nur so werden wir dem steigenden Bedarf an sozialer Infrastruktur gerecht.

NEUE GRUNDSCHULEN

Bei den Grundschulen gibt es besonders viel zu tun. Derzeit haben wir 97 Züge im Bezirk. Nach bisherigen Erwartungen steigt der Bedarf auf mindestens 109 im Jahr 2024. Damit jedes Kind auch weiterhin einen Schulplatz findet, müssen Grundschulen erweitert oder neu gebaut werden.

Bisher ist geplant, die Peter-Pan-Grund-schule, die Grundschule am Schleipfuhl sowie die Franz-Carl-Achard-Grundschule zu erweitern. Dies geschieht teilweise durch mobile Ergänzungsbauten (MEB) – so bereits für die Grundschulen an der Wuhle, am Bürgerpark sowie für die Pusteblume-Grundschule. Zusätzlich werden durch die Sanierung der Achard-Grundschule sowie den Umbau der Peter-Pan-Grundschule mehr Schulplätze geschaffen.

Einen weiteren Baustein bildet nach einer Initiative der bündnisgrünen BVV-Fraktion die Reaktivierung der Grundschule in der Elsenstraße. Hier soll noch vor Sanierung des Bestandsgebäudes bzw. dem Neubau ein MEB kurzfristig dazu beitragen, das Grundschulplatzdefizit zu reduzieren. In Biesdorf schafft der Neubau der Grundschule am Fuchsberg den dringend benötigten zusätzlichen Platz fürs Lernen. Diese Schule am neuen Standort wird im Schuljahr 2018/2019 in Betrieb gehen. Sie kostet etwa 17,4 Millionen Euro. Zum Schuljahr 2019/2020 ist direkt eine Erweiterung mittels Schulcontainer geplant.

Am Standort Naumburger Ring/ Weißenfelser Str. 43 soll im Rahmen des Neubauprogramms des Senats eine neue Grundschule entstehen. Perspektivisch und zur Vorsorge will das Bezirksamt den Standort Landsberger Straße planungsrechtlich sichern. Auch hier könnte eine neue Grundschule entstehen. Darüber hinaus gibt es in Marzahn-Hellersdorf weitere so genannte Vorhaltestandorte für Grundschulen. Laut Schulentwicklungsplan sind dies: Bruno-Baum-Str, Eugen-Roth-Weg, Garzauer Str. 30, Haltoner Str. und Teterower Ring 79 (für eine Erweiterung).

NEUE OBERSCHULEN

Seit Jahren wächst Berlin wieder. Bis 2022 müssen demnach etwa 80.000 zusätzliche Schulplätze geschaffen werden. Dafür investiert Berlin in den nächsten 10 Jahren etwa 5,5 Milliarden Euro – rund 550 Millionen Euro jedes Jahr.

Die größte Schulbauoffensive des letzten Jahrzehnts startete 2017 mit einem Investitionsvolumen von 830 Millionen Euro. Ziel sind moderne Schulen für das 21. Jahrhundert. Alle Berliner Schulen sollen umfassend saniert und im Hinblick auf Barrierefreiheit und Energieeffizienz verbessert werden. Wo Kapazitäten nicht ausreichen, müssen neue Schulen entstehen! – „Lernhäuser“ wie wir sie nennen wollen.

Die zwölf Bezirke bleiben Schulträger und arbeiten zukünftig gemeinsam mit dem Berliner Senat und der HOWOGE daran, das anspruchsvolle Investitionsprogramm „Berliner Schulbauoffensive“ umzusetzen. Die Bezirke als Schulträger stellen die Teilnahme aller Beteiligten – Schüler*innen, Lehrer*innen, Erzieher*innen und Eltern sicher. Ein landesweites einheitliches IT-System soll Schulsanierung und Schulneubau transparent machen. Alle Beteiligten sollen jederzeit über die Planungen informiert sein.

Wichtig sind uns dabei individuelle Lösungen für Neu- und Umbauten. Die Zeit der Modularen Ergänzungsbauten (MEB) muss enden. Eine Baustelle bleibt noch: In Bezug auf die Nutzung der Schulen müssen wir umdenken. Wir brauchen Schulen auch als öffentlich zugänglichen Raum – z.B. für Bibliotheken oder soziale Einrichtungen. Auch die gemeinsame Nutzung mit einer angeschlossenen Kita muss stärker als bisher geprüft werden. Nur so werden wir dem steigenden Bedarf an sozialer Infrastruktur gerecht.

NEUES PERSONAL FÜR GUTE SCHULEN

In Berlin fehlen neben Schulen auch Lehrkräfte. Für die wachsenden Zahl von Schüler*innen gibt es zu wenig Lehramtsstudierende. Aufgrund der geringeren Bezahlung in Berlin in den letzten Jahren sind uns zu viele Lehrkräfte in andere Bundesländer abgewandert. Dazu kommt, dass zur Zeit sehr viele Lehrer*innen in Pension gehen. Besonders in Naturwissenschaften, wie Mathematik und Physik, fehlt es an Nachwuchs. Das führt dazu, dass bei der Einstellung neuer Lehrkräfte oder Erzieher*innen in Berlin fast die Hälfte Quereinsteiger*innen sind.

Im Koalitionsvertrag von 2016 konnten Bündnis 90/Die Grünen erreichen, dass die Kapazitäten zur Ausbildung neuer Lehrkräfte erhöht werden. Die neuen Hochschulverträge sehen eine Verdopplung der Zahl der Absolvent*innen vor. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden zusätzliche Studienplätze für Grundschullehrer*innen an Berliner Hochschulen geschaffen.

Wir setzen uns zudem für mehr duale Studienplätze ein. Um den Fachkräftemangel kurzfristig zu beheben, wollen wir zusätzlich Pädagog*innen aus anderen Bundesländern gewinnen. Die Heterogenität an den Schulen steigt heute stetig. Damit entsteht eine enorme Vielfalt an Bedürfnissen, Talenten, Interessen, Potenzialen, Begabungen, sozialen Problemen und Lebensmodellen. Um diesem gerecht zu werden, wollen wir Schule zu einem Ort multiprofessioneller Teams entwickeln. An einem solchen arbeiten pädagogische und andere Mitarbeiter*innen zusammen.

In diesem Sinne wollen Bündnis 90/Die Grünen zum Beispiel die Schulsozialarbeit stärken und die Belange des nicht-pädagogischen Personals bei allen Schulbaumaßnahmen stärker berücksichtigen. Wenn sie Fragen zu unserer Bildungspolitik oder einer konkreten Schule haben sprechen sie uns gerne an.

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