Nach dem Meilenstein für die TVO steht die Planung für die Nahverkehrstangente und den Umweltverbund an

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Mögliche Streckenführung der Nahverkehrstangente
Nach Erreichen des aktuellen Meilensteins für die TVO, den die Senatsverwaltung in der vergangenen Woche bekannt gegeben hat, muss die Senatsverwaltung endlich auch die Planungen für den Umweltverbund und damit insbesondere die Nahverkehrstangente (Schienen-TVO) angehen.

Im Jahr 2017 hieß es dazu aus der Senatsverwaltung: „Derzeit werden die vorlaufenden Verfahrensschritte (Machbarkeitsstudie, Untersuchung der Trassenwahl mit Wirtschaftlichkeitsnachweis, Zustimmung Abgeordnetenhaus) vorbereitet. Im Anschluss kann die Beauftragung der eigentlichen Planung bei der Deutschen Bahn AG erfolgen. Die Option einer Nahverkehrstangente wurde bzw. wird bei der Planung der Tangentialen Verbindung Ost berücksichtigt.“

Eine Realisierung als S-Bahn oder besser noch als Regional-S-Bahn (Hybridfahrzeug) im 15-Minuten-Takt ist der schnellste Weg, die fehlende tangentiale Verbindung auf der Schiene zu realisieren. Sie wäre dann eine attraktive und überfällige Schienenverbindung zwischen der TRAM entlang des Hultschiner Damm sowie der TRAM entlang der Treskowallee. In allen anderen Straßen im dicht besiedelten Siedlungsgebiet bietet der öffentliche Straßenraum leider keine Chance für eine schnelle, tangentiale Schienenverbindung, wie eine TRAM mit eigenen Gleis. Die Verbesserungen des Bus-Angebotes scheitert am täglichen Stau in den Siedlungsstraßen. Ohne ein attraktives ÖPNV-Angebot, sind die Argumente für einen Verzicht auf das eigene Auto leider recht schwach.

Trotz diverser Nachfragen, ist es bisher nicht gelungen etwas zum Planungsfortschritt in Erfahrung zu bringen. Ich fordere die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutzauf, die Bürger*innen zeitnah über die Planungen für den Umweltverbund in dem Bereich der TVO zu informieren. Der vereinbarte Beginn der Planungen für die Nahverkehrstangente war ein Erfolg der Koalitionsverhandlungen. Es bleibt zu hoffen, dass die ersten grün geführte Verkehrsverwaltung in Berlin den Umweltverbund nicht vergessen hat. In den internen bündnisgrünen Diskussionen erscheint die Einbindung in die Planungen des Teilpakets Berliner S-Bahn i2030 und konkret der Verbindung Karow – Grünau erfolgversprechend.

Die Planungen und der Bau der Tangentialverbindung Ost (TVO) als Stadtstraße mit einem parallelen Radschnellweg werden fortgesetzt. Gleichzeitig wird die Planung für die Schienen-TVO (Nahverkehrstangente) begonnen. Die Trasse der Nahverkehrstangente ist frei zu halten für damit verbundene neue Bahnhöfe sowie den Umbau des Wuhlheider Kreuzes. Als Vorlaufmaßnahme wird die Koalition eine Verbesserung der Regionalbahnverbindungen in der östlichen Stadt prüfen. (Koalitionsvertrag, S. 44)

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