Stefan Ziller

GRÜN für Marzahn, Biesdorf, Kaulsdorf, Mahlsdorf und Hellersdorf

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Update zum Planungsstand der Schienen-TVO (Nahverkehrstangente)

Bündnis 90/Die Grünen Marzahn-Hellersdorf setzen sich seit Jahren dafür eingesetzt, die Schienen-TVO (Nahverkehrstangente) auf den Weg zu bringen.

Nun hat der Senat über die nächsten Schritte auf dem langen Weg zum Bau der Schienen-TVO (Nahverkehrstangente) in Biesdorf informiert (Drucksache 19/16271). Demnach ist die Trassierungsstudie für eine südliche Nahverkehrstangente (NVT) für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) abgeschlossen. Die Trassierungsstudie hat die technische Machbarkeit für verschiedene Varianten der Ausführung als S-Bahn- oder Regionalverkehrslösung nachgewiesen.

Eine endgültige Bewertung der verschiedenen Varianten kann aber erst nach Abschluss weiterer Untersuchungen erfolgen. So wurde im Mai 2023 die Bearbeitung einer fahrplantechnologischen Überprüfung bei der DB Netz AG angestoßen, die Auskunft geben soll, inwieweit die bisher in der Trassierungsstudie berücksichtigte Infrastruktur fahrplanseitig auskömmlich ist. Ergebnisse werden nach Auskunft der DB Netz AG im Herbst 2023 erwartet.

Auch zur Finanzierung hat sich der Senat geäußert: Der Senat beabsichtigt, in Abstimmung mit den weiteren i2030-Partnern Land Brandenburg, Deutsche Bahn AG und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH die Planungen in das Maßnahmenportfolio von i2030 aufzunehmen.

Frage 1: Welchen Status hat die Trassierungsstudie zur Realisierung der Schienen-TVO (südliche Nahverkehrstangente)?
Frage 2: Sollte die Trassierungsstudie noch nicht komplett vorliegen, bis wann wird dies vrs. der Fall sein?

Die Trassierungsstudie für eine südliche Nahverkehrstangente (NVT) für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist abgeschlossen.

Frage 3: Wann hat der Senat den Auftrag für die Trassierungsstudie an die DB erteilt?
Frage 4: Seit wann arbeitet die DB an der Trassierungsstudie?

Die Fragen werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Der Auftrag zur Erstellung einer Trassierungsstudie für die südliche NVT wurde Anfang 2021 erteilt und im Anschluss von der DB AG aufgenommen.

Frage 5: Welche Ergebnisse bzw. Zwischenergebnisse liegen gemäß der Trassierungsstudie für die südliche Nahverkehrstangente vor?
Frage 6: Welche Varianten für eine südliche Nahverkehrstangente liegen vor und wie bewertet der Senat die einzelnen Varianten?

Die Fragen werden wegen ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Die Trassierungsstudie hat die technische Machbarkeit für verschiedene Varianten der Ausführung als S-Bahn- oder Regionalverkehrslösung nachgewiesen. Es wurden Lösungsmöglichkeiten für verschiedene Konfliktbereiche entlang der Strecke zwischen BerlinSpringpfuhl und der Einbindung im Grünauer Kreuz aufgezeigt, die in zukünftigen Planungsphasen in Abhängigkeit von der gewählten Ziellösung vertiefter untersucht werden müssen. Es sind folgende Varianten erarbeitet worden:

  • Ausführung als zweigleisige S-Bahn neben einem zweigleisigen Berliner Außenring (BAR) für die Fernbahn mit Untervarianten zur künftigen Führung des BAR sowie
  • eine Erweiterung des BAR in mehreren Varianten auf bis zu vier Gleise.

Alle Varianten sind technisch machbar. Eine endgültige Bewertung der verschiedenen Varianten kann erst nach Abschluss weiterer Untersuchungen erfolgen.

Frage 7: Welche weiteren Untersuchungen zur Schienen-TVO sind erfolgt und welche Ergebnisse liegen dazu vor?
Frage 8: Welche weiteren Untersuchungen zur Schienen-TVO sind noch geplant und wann werden Ergebnisse erwartet?
Frage 9: Wird plangemäß der Systementscheid Ende 2023 erfolgen können? Wenn nein, warum nicht? Liegen dafür alle Untersuchungen vor? Wenn nein, welche fehlen?

Die Fragen 7, 8 und 9 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Im Mai 2023 wurde die Bearbeitung einer fahrplantechnologischen Überprüfung bei der DB Netz AG angestoßen, die Auskunft geben soll, inwieweit die bisher in der Trassierungsstudie berücksichtigte Infrastruktur fahrplanseitig auskömmlich ist. Ergebnisse werden nach Auskunft der DB Netz AG im Herbst 2023 erwartet.

Des Weiteren erfolgt durch den Senat eine Prognose der Verkehrsnachfrage. Diese soll in den weiterhin für Ende 2023 angestrebten Systementscheid für eine Ausführung als S-Bahn- oder Regionalverkehrslösung einfließen. Im Nachgang zum Systementscheid ist die Untersuchung zum Nachweis der Wirtschaftlichkeit vorgesehen. Weitere Schritte bestimmen sich nach dem Ergebnis der Untersuchungen.

Frage 10: Sind jedwede Freihaltungen der Trasse für S-Bahn- oder Regionalverkehr planerisch abgesichert?

Aussagen zu Flächenfreihaltungen können erst nach Abschluss der Vorplanung getroffen werden.

Frage 11: Wann werden Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit des Vorhabens erfolgen können? Welchen Einfluss hat darauf die geplante Straßen-TVO?

Die Untersuchung zur Wirtschaftlichkeit des Vorhabens südliche NVT erfolgt im Anschluss an den Systementscheid. Die geplante TVO hat darauf keinen Einfluss.

Frage 12: Gibt es Zielkonflikte zwischen der Straßen-TVO und der Schienen-TVO?
Frage 13: Resultieren Limitierungen für die Realisierung einer Schienen-TVO aufgrund der geplanten Straßen-TVO?

Die Fragen 12 und 13 werden aufgrund ihres Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet. Beide Vorhaben haben in ihrer verkehrlichen Zielstellung ihre Berechtigung und können nebeneinander errichtet werden. Hinsichtlich der Harmonisierung der Planungen für die TVO und NVT und zur Verhinderung möglicher Zielkonflikte wird auf die Beantwortung der
Schriftlichen Anfrage Nr. 19/12425 aus dem Juli 2022 verwiesen.

Frage 14: Wird der Senat das Vorhaben der südlichen Nahverkehrstangente in das Programm i2030 aufnehmen? Wenn nein, warum nicht?

Der Senat beabsichtigt, in Abstimmung mit den weiteren i2030-Partnern Land Brandenburg, Deutsche Bahn AG und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH die Planungen in das Maßnahmenportfolio von i2030 aufzunehmen und hat Prüfungen zur Aufnahme angestoßen.

Ein Gedanke zu „Update zum Planungsstand der Schienen-TVO (Nahverkehrstangente)

  • Sascha

    Hallo Ziller,

    Als Biesdorfer unterstütze ich das Vorgehen zum Aufbau einen Schienen-TVO vollständig und würde mir wünschen, dass dies Vorrang vor der geplanten Straßen-TVO hat. Gibt es schon Neuigkeiten zu diesem Thema? Im Artikel wird erwähnt, dass bis Herbst 2023 ein Systementscheid ausgearbeitet wird.

    Ich möchte anmerken, dass die Schienen-TVO für die gesamten östlichen Stadtbezirke eine bessere Anwendung an den Nahverkehr bedeutet. Wenn man nach Norden (z.B. Richtung Bernau) oder Süden fahren möchte, muss man immer erst ins Stadtzentrum fahren. Eine Tangente kann die Verkehrsströme in den Außenbezirken lenken und führt zu erheblich verbesserten Fahrtzeiten für die Anwohner.

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