Schwimmhalle Kaulsdorf hält sich über Wasser – der Bezirk kaum
Funktionierende Schwimmhallen sind in Marzahn-Hellersdorf Mangelware – daran ändern auch die Ankündigungen für das neue Kombibad kurzfristig nichts. Meine Kollegin Klara Schedlich hat deshalb nachgefragt, wie es um Zustand, Zugänglichkeit und Auslastung der Schwimmhalle Kaulsdorf steht (Drucksache 19/26798).
Die gute Nachricht zuerst: Der bauliche Zustand der Halle ist gut, größere Mängel sind nicht bekannt, kleinere Reparaturen laufen im laufenden Betrieb. Auch bei der Wasserfläche sieht es gut aus: Mit 8,3 m² pro 1.000 Einwohner*innen bewertet der Senat die Versorgung als gut – und zwar auch im Sommer, obwohl die Schwimmhalle Kaulsdorf in der Sommersaison normalerweise geschlossen ist. Diese Rechnung geht nur auf, weil die Schwimmhalle „Helmut Behrendt” am Helene-Weigel-Platz im Sommer regulär öffnet und die Versorgung allein trägt. Genau das war in diesem Jahr das Problem: Wegen größerer Wartungsarbeiten musste „Helmut Behrendt” schließen. Als Ersatz sprang die Schwimmhalle Kaulsdorf ein und blieb – anders als sonst üblich – auch über den Sommer hinweg geöffnet.
Das zeigt: Die gute Versorgungslage steht und fällt mit einer einzigen Halle. Fällt „Helmut Behrendt” aus, bleibt nur Kaulsdorf als Ersatz – und Marzahn-Hellersdorf hat schlicht keine Reserve. Zwei Schwimmhallen für den ganzen Bezirk, dazu noch mit hoher Auslastung durch Schul- und Vereinsbetrieb, sind zu wenig.
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